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“Wir müssen die Schulen wieder öffnen”

01.02.2021 • 16:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mit den richtigen Maßnahmen, sollte Präsenzunterricht wieder möglich sein, fordert die ÖGKJ.
Mit den richtigen Maßnahmen, sollte Präsenzunterricht wieder möglich sein, fordert die ÖGKJ. (c) JackF – stock.adobe.com

Experten plädieren für eine baldige Schulöffnung in Österreich.

In Österreich wurde bisher bei ca. 400.000 Personen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Davon waren 6,3% (ca. 25.000) Kinder unter 14 Jahren. Um aktuelle Zahlen der stationär behandelten Kinder und Jugendlichen mit Coronavirusinfektion zu erhalten, erhebt die Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) wiederholt Informationen der österreichischen Abteilungen für Kinder- und Jugendheilkunde.

Kinder selten schwer betroffen

In Österreich ist bisher kein Kind an oder mit einer SARS-CoV-2 Infektion verstorben. Diese Daten zeigen, dass nur ein sehr geringer Anteil an Kindern von einer akuten SARS-CoV-2 Infektion so stark betroffen ist, dass eine stationäre Aufnahme erfolgt. Lediglich etwas mehr als 1,3% aller Kinder mit laborbestätigter Infektion wurden stationär behandelt, nur vereinzelt mussten Kinder auf einer Intensivstation behandelt werden.

Internationale Daten zeigen, dass bei frühzeitiger Diagnose und raschem Beginn mit einer entsprechenden Therapie schwere Verläufe sehr effektiv verhindert werden können.

Die untersuchten Schulschließungen in der ersten Pandemiewelle seien in der Regel in Schul-Situationen ohne entsprechende Transmissionsschutz-Maßnahmen erfolgt und es ist unklar, ob die errechneten Effekte tatsächlich durch die geringere Krankheitsübertragung in den Schulen selbst oder viel mehr durch die dadurch ausgelösten Reaktionen der Allgemeinbevölkerung aufgetreten sind.

Maßnahmen bringen Schutz

Berichte aus den ersten Monaten der Pandemie zeigen, dass es ohne entsprechende Maßnahmen zu relevanten Ausbrüchen in Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen kommen kann. Unter Einhaltung entsprechender Maßnahmen (keine Durchmischung zwischen den Klassen, Abstandhalten, Maskentragen, Lüften etc.) wurden Übertragungen innerhalb der Einrichtungen jedoch nur in sehr geringem Ausmaß beobachtet.

“Unsere Fachgesellschaft weist seit vielen Monaten auf die Gefahr von negativen physischen,psychosozialen und bildungsspezifischen Folgen durch Schulschließungen hin, welche zunehmend auch in der Bevölkerung wahrgenommen werden. Wir empfehlen daher abermals dringend, die Schulen rasch wieder zu öffnen”, heißt es von Seiten der ÖGKJ.

Um die Ausbreitung von Infektionen zu minimieren, empfiehlt die ÖGKJ wir neben den von den Bildungsdirektionen bereits vorbereiteten
Maßnahmen folgende Regeln für den Schulbetrieb:

Weitere Ergänzungen der Maßnahmen werden empfohlen:

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