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Im Einsatz für die Kinder der Stadt

06.02.2021 • 10:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Martina Gallaun schätzt die Arbeit mit Kindern. <span class="copyright">Hartinger</span>
Martina Gallaun schätzt die Arbeit mit Kindern. Hartinger

Martina Gallaun das leitet Projekt der ­Kinderstadtvertretung.

Kinder und Politik – was auf den ersten Blick nicht recht zusammenpassen will – soll nun in Feldkirch mehr zusammenwachsen. Dort wurde nämlich im Dezember beschlossen, eine sogenannte Kinderstadtvertretung einzurichten. Dabei sollen sich Kinder auf spielerische Weise mit dem Gemeindeleben auseinandersetzen, Demokratieverständnis erwerben und lernen, Verantwortung zu übernehmen. Seit Kurzem können sich Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren für die erste Stadtvertretungsperiode anmelden.

Zur person

Martina Gallaun ist 37 jahre alt und arbeitet im Amt der Stadt Feldkirch, Abteilung Jugend, Ehrenamt und Integration. Die studierte Sozialpädagogin ist für die Organisation der Kinderstadtvertretung zuständig. Gallaun ist Mutter eines Sohnes (2) und lebt in Feldkirch.

Geleitet wird das Projekt von Martina Gallaun, Teilzeit-Mitarbeiterin in der städtischen Abteilung „Jugend, Ehrenamt und Integration“. Die 37-jährige Sozialpädagogin freut sich über das große Interesse. „Es haben sich schon zahlreiche Kinder angemeldet, die sich engagieren möchten.“

Die Anmeldung zur Kinderstadtvertretung ist unter www.feldkirch.at/kinderstadtvertretung ab 19. Februar möglich.

In guter Erinnerung geblieben ist Gallaun die einjährige Planungsphase, in der Rahmenbedingungen für das neue Gremium erarbeitet wurden. „Wir waren doch sehr überrascht, dass insgesamt 87 Kinder mitgemacht haben. Es war eine bunt gemischte Gruppe, auch Kinder mit Migrationshintergrund waren dabei. Alle haben sich sehr darüber gefreut, dass sie sich beteiligen dürfen und von den Erwachsenen ernstgenommen werden.“ Im Vorbereitungsjahr legten die Kinder unter anderem fest, wie oft sich die Nachwuchsstadtvertretung treffen soll, welche Themen aus ihrer Sicht am wichtigsten sind und wer dem jungen Gremium als Bürgermeister vorstehen soll. Letzterer heißt übrigens Benjamin und ist neun Jahre alt, vertreten wird er von der ebenfalls neunjährigen Emily. Als Hauptthemen kristallisierten sich nach Angaben der Projektleiterin die Bereiche Umwelt, Sport und Freizeit, Bildung und Kultur, Soziales, Beteiligung und Mitbestimmung sowie Öffentlichkeitsarbeit heraus.

Erste Sitzung

Dass die Politik das gemeinsam mit den Kindern erarbeitete Konzept einstimmig abgesegnet hat, freut Gallaun. Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Sozialpädagogin hofft, dass die Kinder bald loslegen können. „Eigentlich wäre die erste Sitzung im Februar geplant gewesen. Je nachdem, wie die Corona-Maßnahmen aussehen, werden wir im März mit Kleingruppen beginnen.“ Normalerweise dauert eine Kinderstadtvertretungsperiode ein Schuljahr, in dem sich das gesamte Gremium vier Mal im Jahr zu einer Sitzung trifft. Die jungen Mandatare sollen Ideen und Wünsche an die Politik herantragen, ebenso dürfen sie Mitglieder des Stadtrates zu Sitzungen einzuladen. Aber auch die Politik soll die Kinder einbinden.

„Die Kinder freuen sich darüber, dass sie von den Erwachsenen ernst genommen werden.“

Martina Gallaun

Die Arbeit mit Kindern empfindet Gallaun als bereichernd. „Wenn man sieht, wie sehr es die Kinder es schätzen, dass sie sich einbringen dürfen, dann weiß man, warum man diese Arbeit macht.“

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