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Kein Ansturm auf Geschäfte

08.02.2021 • 22:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
BayWa-Mitarbeiter beklatschten ihre Kunden. <span class="copyright">steurer</span>
BayWa-Mitarbeiter beklatschten ihre Kunden. steurer

“Gut besucht aber nicht überrannt”: Bilanz nach erstem Einkaufstag.


Nach sechswöchigem Corona-Lockdown haben Händler und körpernahe Dienstleister wie Friseure und Kosmetiker gestern wieder aufgesperrt. Und so zog es bereits am Vormittag einige Menschen in die Einkaufsstraßen und Shoppingzentren. Der große Ansturm blieb allerdings aus, wie ein NEUE-Rundruf ergab.

Im Gartencenter Baywa in Lauterach wurden die ersten Besucher von Spalier stehenden Mitarbeitern beklatscht. Der Andrang war allerdings recht beschaulich. Ein ähnliches Bild zeigte sich am Vormittag bei der Neueröffnung des Möbelhauses XXXLutz in Lauterach. Im Laufe des Tages legte die Frequenz dann noch etwas zu.

Moderater Besucherandrang im Messepark. <span class="copyright">paulitsch</span>
Moderater Besucherandrang im Messepark. paulitsch

Messepark-Bilanz

Vorarlbergs größtes Einkaufszentrum – der Messepark in Dornbirn – war am Montag gut besucht, ein großer Ansturm blieb aber auch dort aus. „Wir wurden nicht überrannt“, resümierte Geschäftsführer Burk­hart Dünser auf Anfrage. Er glaubt, dass viele Vorarlberger den schönen Tag zum Skifahren genutzt haben. Dünser erwartet jedoch noch starke Einkaufstage in dieser Woche, „vor allem zum Wochenende hin, zumal viele Gutscheine noch nicht eingelöst werden konnten“.

Sehr diszipliniert

Was die Einhaltung der Corona-Maßnahmen betrifft, so haben sich die Besucher Dünsers Einschätzung zufolge „sehr diszipliniert“ verhalten. Zusätzliches Sicherheitspersonal habe für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Vor kleineren Geschäften in den Einkaufszentren oder aber auch Modegeschäfte in den Innenstädten bildeten sich teilweise Warteschlange. Auch im Zimbapark in Bludenz blieb der große Kaufrausch aus. So waren etwa die Parkplätze gut besetzt, freie standen dennoch in mehr als ausreichendem Ausmaß zur Verfügung.

„Die Geschäfte waren für einen Montag ganz gut besucht“, bilanzierte Michael Tagwerker, WKV-Geschäftsführer der Sparte Handel. Auch er rechnet fest damit, dass der Andrang gegen das Wochenende hin noch zunehmen wird. Die immer noch geschlossene Gastronomie werde sich dennoch weiterhin negativ auf die Kauflust auswirken.

Ternminabsagen bei Friseuren wegen fehlender Tests.<span class="copyright"> paulitsch</span>
Ternminabsagen bei Friseuren wegen fehlender Tests. paulitsch

Kulanz bei Umtausch

Mit dem Umtausch von Weihnachtsgeschenken oder der Rücknahme von Produkten gehen die meis­ten Händler sehr kulant um und nehmen auch Ware entgegen, bei der die Umtauschfrist bereits abgelaufen ist. Viele Betriebe hätten den Umtauschzeitraum aufgrund des dritten harten Lockdowns freiwillig verlängert, heißt es aus der WKV. Auch bei Gutscheinen seien die Geschäfte großzügig, was deren Einlösung betrifft.

Auch die Friseure haben seit gestern wieder geöffnet. Allerdings ist dort ein weniger als 48 Stunden altes negatives Corona-Test-Ergebnis einer offiziellen Testung notwendig. Der Bundesinnung der Friseure ortet bei den Corona-Tests ein Stadt-Land-Gefälle: Kollegen aus ländlichen Gebieten hätten ihm von Absagen durch Kunden berichtet, weil diese keinen Test vorweisen konnten. Für eine richtige Beurteilung der Lage sei es aber noch viel zu früh. Im Handel gilt eine Beschränkung von 20 Quadratmetern pro Kunde, bei körpernahen Dienstleistungen sind 10 Quadratmeter pro Kunde vorgeschrieben. Überraschend hatte am Freitag das Gesundheitsministerium erklärt, dass die 20-Quadratmeter-Regel ab Montag auch für Supermärkte und Geschäfte des täglichen Bedarfs gilt. Die Öffnungszeiten sind nach wie vor auf 19 Uhr beschränkt.

Polizei kontrollierte die Grenzen.
Polizei kontrollierte die Grenzen.

Verschärfte Kontrollen werden seit Montag an den Grenzen durchgeführt, weshalb sich am Montagvormittag ein Stau auf der A 14 in Richtung Deutschland bildete. Details zu den Kontrollen wollte die Polizei gestern noch nicht preisgeben.

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