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Seuchengefahr steigt mit Bevölkerungszahl

08.02.2021 • 10:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Seuchengefahr steigt mit Bevölkerungszahl

Menschliches Vordringen in die Natur trage zu Krankheitsausbrüchen bei.

Forscher sehen nicht nur in der Globalisierung, sondern auch in der steigenden Zahl der Weltbevölkerung eine Gefahr für neue weltweite Pandemien. Auch das weitere Vordringen von Menschen in die Natur trage zu Krankheitsausbrüchen mit weiter Verbreitung bei, warnt die Münchner Virologin Ulrike Protzer. Denn so kämen Menschen mit neuen Erregern in Kontakt, die von Tieren auf sie überspringen und sich dann von Mensch zu Mensch verbreiten könnten.

Zudem gelte: „Je enger Menschen zusammenleben – und das ist mit dem Anstieg der Bevölkerungszahlen gerade in Ballungsräumen und Mega-Citys der Fall -, desto leichter kann ein Virus sich ausbreiten„, sagte die Direktorin des Instituts für Virologie am Helmholtz Zentrum München und an der Technischen Universität München.

Influenzaviren

Eine Ausbreitung in einer freien und mobilen Gesellschaft sei deutlich schwerer zu verhindern. „Wenn man die Freiheit und Mobilität erhalten will, und das wollen wir ja, muss man mit dem Risiko leben“, erläuterte Protzer. Aber man habe gelernt. „Ich glaube, dass wir bei der nächsten Pandemie schneller und konsequenter sein werden“, sagte Protzer. „Man muss ja nicht gleich ein ganzes Land in Lockdown versetzen, sondern wenn man das irgendwo identifiziert, dann kann man ja sehr schnell auch lokal reagieren. Das ist ja das, was die Chinesen uns letztendlich gerade vormachen.“