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Tat am Heiligen Abend: Geldstrafe herabgesetzt

08.02.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit der Strafminderung wurde wurde der Berufung des Angeklagten Folge gegeben. <span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Mit der Strafminderung wurde wurde der Berufung des Angeklagten Folge gegeben. Symbolbild/Hartinger

Denn Angeklagter war inzwischen wieder verurteilt worden.

Am Heiligen Abend hat der geständige Beschuldigte 2019 einem Widersacher mit einem Faustschlag ins Gesicht an der Augenbraue eine Rissquetschwunde und damit eine leichte Verletzung zugefügt. Dafür wurde der mit einer einschlägigen Vorstrafe belastete Angeklagte im Mai 2020 am Bezirksgericht Dornbirn wegen Körperverletzung zu einer Geldstrafe von 720 Euro (180 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt.

Geldstrafe rechtskräftig herabgesetzt

Bei der Berufungsverhandlung am Montag am Landesgericht Feldkirch wurde die Geldstrafe auf 400 Euro (100 Tagessätze à 4 Euro) rechtskräftig herabgesetzt. Die Berufungsrichter waren allerdings nicht der Meinung, dass die erst­instanzliche Strafe zu streng ausgefallen ist.

Sie nahmen aus rechtlichen Gründen eine Strafmilderung um 320 Euro vor. Denn sie hatten bei der Strafbemessung auf eine nach der erstinstanzlichen Entscheidung verhängte neue Verurteilung Rücksicht zu nehmen und deswegen nur noch eine Zusatzstrafe festzulegen.

Schließlich ist im August 2020 über den Angeklagten am Bezirksgericht Dornbirn wegen einer anderen Körperverletzung eine Geldstrafe von 800 Euro (200 Tagessätze zu je 4 Euro) verhängt worden.

Berauschung nicht mildernd gewertet

Der Berufungssenat unter dem Vorsitz von Richterin Angelika Prechtl-Marte hatte nun zu bestimmen, welche Strafe angemessen gewesen wäre, wenn beide Körperverletzungen gleichzeitig zu beurteilen gewesen wären. Nach Ansicht der drei zweit­instanzlichen Richter wäre für beide Gewalttaten insgesamt eine Geldstrafe von 300 Tagessätzen angemessen gewesen.

Deswegen reduzierten sie die Strafe von ursprünglich 180 Tagessätzen für die Körperverletzung vom 24. Dezember 2019 um 80 Tagessätze. Insofern wurde der Berufung des Angeklagten Folge gegeben.
Die Berauschung des Angeklagten bei der Tat am Heiligen Abend wurde nicht mildernd gewertet, weil der Mann bereits früher einmal unter Alkoholeinfluss straffällig geworden ist.