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Eifersüchtiger Alphirte schlug wild um sich

10.02.2021 • 19:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Shutterstock</span>
Symbolbild/Shutterstock

33-Jähriger schlug Freundin, zwei Besucher und mehrere Polizisten.

Aus Eifersucht und unter Alkoholeinfluss ist der Alphirte am 18. Juli 2020 auf seiner Alpe im Bezirk Bludenz ausgerastet und gegen mehrere Personen gewalttätig vorgegangen. Der 33-Jährige hat zuerst seine Freundin geschlagen, danach zwei schlichtende Besucher und zuletzt mehrere einschreitende Polizeibeamte. Die Opfer wurden verletzt.
Dafür wurde der unbescholtene und geständige Angeklagte am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch rechtskräftig zu einer teilbedingten Geldstrafe von 4800 Euro (480 Tagessätze zu je zehn Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 2400 Euro. Als Teilschmerzengeld hat der Täter vorerst 1000 Euro zu entrichten.
Der Schuldspruch erfolgte wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung, Körperverletzung und Beleidigung. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte Geldstrafe entspricht acht Monaten Haft.

Gezecht

Am Nachmittag der Tat hat der Alphirte auf der Alpe zusammen mit seiner Freundin und zwei 25-jährigen Besuchern reichlich Schnaps und Bier getrunken. „Aus dem Nichts heraus ist er dann eifersüchtig geworden“, sagte die 18-jährige Freundin des Angeklagten als Prozesszeugin. Zwei Mal hat er sie auf den Boden geschleudert und geschlagen. Als die beiden Besucher schlichtend eingriffen, wurden auch sie geschlagen. Dabei wurde einer der beiden 25-Jährigen leicht am Ohr verletzt. Tritte ins Gesicht ließen beim bereits auf dem Boden liegenden Studenten einen Schneidezahn brechen.

Zu hohe Arbeitsbelastung?

Gegen seine Festnahme durch die Polizei wehrte sich der Alphirte auch mit Schlägen. Er warf Polizisten einen Stein nach und beleidigte sie.
Verteidiger German Bertsch führte die Gewalttaten seines Mandanten auch auf die Arbeitsbelastung auf der Alpe zurück. Er wisse, wovon er rede, sagte der Anwalt, denn er sei jahrelang selbst Alphirte gewesen.

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