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Regionale Impfstellen noch nicht in Sicht

10.02.2021 • 19:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Derzeit laufen die Zeitimpfungen in den Heimen. Einige über 80-Jährige werden am Freitag geimpft. <span class="copyright">APA/DPA/FRISO GENTSCH</span>
Derzeit laufen die Zeitimpfungen in den Heimen. Einige über 80-Jährige werden am Freitag geimpft. APA/DPA/FRISO GENTSCH

Aufgrund der Impfstoffknappheit, keine Dezentralisierung geplant.

Die Dezentralisierung der Impfung lässt aufgrund der mangelnden Verfügbarkeit der Impfstoffe weiter auf sich warten. Wie informierte Kreise berichten, werden die geplanten Impfstraßen in Bregenz, Feldkirch, Bludenz, Bezau, Schruns und Kleinwalsertal im ersten Quartal wohl nicht mehr in Betrieb gehen.
Beim Land will man das nicht offiziell bestätigen. Dort heißt es, dass man die dezentralen Impfstellen dann installieren werde, wenn mehr Mengen an Impfstoff zur Verfügung stehen würden. Weitere Erleichterungen erwarten sich die Verantwortlichen, sobald das Vakzin des Pharmaunternehmens Astra Zeneca verabreicht werden kann. Der Impfstoff muss wie berichtet nicht auf arktische minus 70 Grad Celsius heruntergekühlt werden. Wann dieser Impfstoff zur Verfügung stehen wird, steht allerdings noch in den Sternen.

Nur in Dornbirn und Bludenz

Bei der Impfaktion am vergangenen Wochenende wurden in Dornbirn und Bludenz knapp 1200 über 80-Jährige und Hochrisikopatienten geimpft. Impfwillige aus den Bezirken Bregenz und Dornbirn mussten sich im Impfzentrum bei der Messe Dornbirn einfinden, für Einwohner der Bezirke Feldkirch und Bludenz wurde das Testzentrum im Bludenzer Stadtsaal kurzfristig adaptiert. Man sei sich bewusst, dass die lange Anfahrt für betagte Bürger mitunter beschwerlich sein könne, heißt es bei der Pressestelle des Landes. Zum aktuellen Zeitpunkt sei es jedoch aus ressourcentechnischen Gründen noch nicht möglich, dezentrale Impfzentren einzurichten.

Lange Anreise

Das Problem der langen Anreise haben auch Impfwillige aus dem Kleinwalsertal, das nur über Deutschland erreichbar ist. Nach NEUE-Informationen wurden vergangene Woche mehrere betagte Personen zu einem Impftermin nach Dornbirn geladen. Zumindest einer Person soll sogar vorgeschlagen worden sein, nach Bludenz zu kommen. „Das ist einfach nur unglaublich“, meint ein Betroffener, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Der Weg in die beiden Städte ist für Kleinwalsertaler tatsächlich ein weiter. Eine Autofahrt von Mittelberg nach Dornbirn dauert gemäß Routenplaner ungefähr eineinhalb Stunden. Im Gemeindeamt von Mittelberg kennt man das Problem. Dennoch empfiehlt Bürgermeister Andi Haid all jenen, die einen Termin bekommen haben, „diesen nach Möglichkeit wahrzunehmen“.

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