Allgemein

Haftstrafe: Frau schlug Rivalin mit Bierflasche

12.02.2021 • 19:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Shutterstock</span>
Symbolbild/Shutterstock

Dreimonatige Gefängnisstrafe wegen Körperverletzung bestätigt.

Die Mutter mehrerer Kinder hat offenbar die vor einigen Jahren erfolgte Trennung von ihrem Mann noch immer nicht verschmerzt. Die 53-Jährige wurde nun bereits zum vierten Mal rechtskräftig für eine Straftat verurteilt, deren Opfer die nunmehrige Partnerin ihres Ex-Gatten war. Jetzt wurde über die Oberländerin erstmals eine zu verbüßende Haftstrafe verhängt.

Ersturteil bestätigt

Drei Monate Gefängnis beträgt die Sanktion wegen Körperverletzung. In der Berufungsverhandlung am Landesgericht Feldkirch wurde das Ersturteil des Bezirksgerichts Bludenz bestätigt. Nach Ansicht der Richter hat die Angeklagte ihrer Rivalin eine Bierflasche ins Gesicht geschlagen. Dabei kam die 56-Jährige mit leichten Verletzungen davon. Die Gefängnisleitung wird entscheiden, ob die Verurteilte daheim eine Fußfessel tragen darf.

Drei Vorstrafen

Der Strafberufung der Angeklagten wurde keine Folge gegeben. Eine mildere Strafe wäre nicht begründbar, sagte Landesgerichtspräsidentin Angelika Prechtl-Marte als Vorsitzende des Berufungssenats. Denn bei allen drei Vorstrafen sei das Opfer dasselbe gewesen. Verteidiger Alexander Wirth ersuchte vergeblich darum, das Gericht möge seiner Mandantin die Freiheitsstrafe noch einmal bedingt nachsehen. 2018 hatte das Bezirksgericht Bludenz der Angeklagten wegen Sachbeschädigung eine bedingte Haftstrafe von zwei Monaten gewährt.

Stalking

2017 hatte das Landesgericht der Frau wegen Stalkings, Nötigung und Sachbeschädigung eine Geldstrafe von 1200 Euro gewährt. Hinzu kamen bei der zweiten Verurteilung 400 Euro aus dem offenen Teil der ersten Vorstrafe.
Die Angeklagte sei rasch rückfällig geworden, sagte der Richter im zweiten Prozess. Nach ihrer Verurteilung im September 2015 wegen Stalkings zu einer teilbedingten Geldstrafe habe sie die Freundin ihres damaligen Ehemanns von Jänner bis August 2016 neuerlich verfolgt. Demnach hat die betrogene Frau ihrer Nebenbuhlerin Nachrichten geschickt und sie bei ihrem Haus aufgesucht.

Mit dem Auto

Zudem wurde die Angeklagte bei ihrer zweiten Verurteilung wegen Sachbeschädigung schuldig gesprochen. Weil sie im Garten der Rivalin Tomatenstauden und Blumen zerschnitten hatte. Verurteilt wurde die Frau 2017 auch wegen Nötigung.
Zwei Mal ist sie nach den gerichtlichen Feststellungen mit ihrem Auto auf die Widersacherin zugefahren. Die Fußgängerin konnte sich demnach jeweils im letzten Moment mit einem Sprung zur Seite retten.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.