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Bestätigte Geldstrafe nach Beinaheunfall

15.02.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Landesgericht Feldkirch <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Landesgericht Feldkirch Klaus Hartinger

Betrunkener Autofahrer kollidierte fast mit Motorradfahrer. ­

Es kam zu keinem Verkehrsunfall. Dennoch wurde der Autolenker für sein Fahrmanöver bestraft. Weil der mit 0,9 Promille alkoholisierte Fahrer nach den gerichtlichen Feststellungen beim Überholen auf der Rheintalautobahn in Hohenems die Kontrolle verloren und mit einem abrupten Fahrbahnwechsel beinahe eine Kollision mit einem Motorradfahrer verursacht hat.

Das trug ihm im Strafprozess einen Schuldspruch wegen des Vergehens der Gefährdung der körperlichen Sicherheit ein. Dafür wurde der mit einer Vorstrafe belastete Angeklagte zu einer Geldstrafe von 400 Euro (100 Tagessätze zu je 4 Euro) verurteilt.

Nachvollziehbar begründet

Das Urteil ist rechtskräftig. Denn in der Berufungsverhandlung am Landesgericht Feldkirch wurde die erstinstanzliche Entscheidung des Bezirksgerichts Dornbirn bestätigt. Der Berufung des Angeklagten wurde keine Folge gegeben. Der Prozess fand in seiner Abwesenheit statt.

Das Dornbirner Urteil sei nachvollziehbar begründet worden, sagte Richterin Angelika Prechtl-Marte als Vorsitzende des Feldkircher Berufungssenats. Vom Fahrmanöver des angeklagten Autofahrers sei bei dem Vorfall ein hohes Gefährdungspotenzial ausgegangen. Deswegen sei der Schuldspruch wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit gerechtfertigt, so die Präsidentin des Landesgerichts in ihrer Urteilsbegründung. Wegen der einschlägigen Vorstrafe sei keine teilbedingte Geldstrafe möglich gewesen. Der Strafrahmen betrug bis zu drei Monate Gefängnis oder bis zu 180 Tagessätze als Geldstrafe.

Alkohol am Steuer

Der beschuldigte Pkw-Lenker war nach Ansicht der Richter bei morgendlicher Dunkelheit mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen. Zudem verfügte der alkoholisierte Autofahrer beim Vorfall über keinen Führerschein.

Chef-Staatsanwalt Wilfried Siegele sprach bei der Berufungsverhandlung von Rowdytum im Straßenverkehr, das strafrechtlich zu ahnden sei.