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Bregenz: Brunner folgt Linhart nach

18.02.2021 • 19:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Magnus Brunner agiert als Obmann, Veronika Marte übernimmt die Kommunikation nach außen. <span class="copyright">Archiv/Hartinger</span>
Magnus Brunner agiert als Obmann, Veronika Marte übernimmt die Kommunikation nach außen. Archiv/Hartinger

Magnus Brunner wird neuer geschäftsführender Obmann.

Die ÖVP Bregenz hat sich nach dem Verlust des Bürgermeistersessels infolge der Vorarlberger Gemeindevertretungswahlen 2020 neu aufgestellt. Auf Alt-Bürgermeister Markus Linhart folgt Staatssekretär Magnus Brunner als geschäftsführender Obmann. Mit einem neuen Team soll er die Geschäfte interimistisch bis zum ordentlichen Stadtparteitag führen. „Unser Ziel ist klar: 2025 gewinnen wir den Bürgermeistersessel zurück“, so Stadträtin Veronika Marte.
Brunner soll für die „Wiederbelebung der Struktur“ und den inneren Aufbau verantwortlich sein. Marte übernimmt die Kommunikation nach außen, Stadtradt Michael Rauth die Administration des Klubs. Zum interimistischen Vorstand wurden laut der Aussendung der Stadtpartei neben Marte und Rauth die Stadträte Michael Felder und Florian Rainer gewählt sowie Roland Frühstück (Klubobmann der ÖVP im Landtag), Nationalratsabgeordneter Norbert Sieber und Ines Arnold-Humpeler. Am Mittwochabend kam die Stadtparteileitung online zusammen. Der Stadtparteitag werde stattfinden, sobald persönliche Präsenz möglich sei, sagte Marte.

Vertrauen gewinnen

Man stehe mit dem Bürgermeisterwechsel vor einer neuen Herausforderung, so Brunner. „Wir sind von der Bürgermeisterpartei zur Oppositionspartei geworden und haben deshalb eine andere Ausgangslage. Wir haben die Zeit seit der Wahl gut genutzt und sind breiter in der Struktur und kritischer im Inhalt geworden“, erklärte er. „Wir haben jetzt die Aufgabe, als starke Oppositionspartei das Vertrauen unserer Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen und zu beweisen, dass die Bregenzer Volkspartei die Stadt in die Zukunft führen kann“, sagte Stadträtin Marte gegenüber der APA.

„Ich freue mich, dass sich Magnus Brunner bereit erklärt hat, die Stadtpartei zu übernehmen und sie mit neuer Dynamik in die Zukunft zu führen.“

Markus Wallner, Landeshauptmann

Noch kein Bürgermeisterkandidat

Die Rückeroberung des Bürgermeistersessels von Bregenz binnen fünf Jahren gilt auch ÖVP-intern als schwieriges Unterfangen. Brunner könnte sich nun mit der Übernahme der Partei für eine Kandidatur für das Amt in Stellung bringen, eher aber für den Wahlgang 2030. Seit der Wahlniederlage war Veronika Marte immer wieder als mögliche nächste Bürgermeis­terkandidatin ihrer Partei genannt worden. Eine Kandidatur als Stadtpartei-Obfrau sei „derzeit kein Thema“ für sie, erklärte sie. Die Kandidatenfrage sei ohnehin noch nicht geklärt. Die Partei wolle sich jetzt auf die Stadtpolitik konzentrieren und erst im Lauf der Legislaturperiode über einen möglichen Kandidaten oder eine Kandidatin entscheiden. Da Rauth im Laufe der Legislaturperiode sein Amt zur Verfügung stellen und dann auch nicht mehr als Stadtrat fungieren wird, könnte auch eine Person aus den hinteren Reihen oder gar ein Quereinsteiger in Position für die Wahl gebracht werden.

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