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Zwischen Hoffnung und Forderung

19.02.2021 • 19:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Stiplovsek</span>Im Sommer soll kompensiert werden, was im Winter verpasst wurde.
StiplovsekIm Sommer soll kompensiert werden, was im Winter verpasst wurde.

Vorarlberger Tourismus hofft auf Sommer, IV fordert Öffnung ab März.

Der Winter ist für die Vorarlberger Touristiker eine Saison zum Vergessen, die Hoffnungen konzentrieren sich nun auf den Sommer. „Wenn es die Regeln zulassen, rechnen wir damit, dass viele zu Ostern aufsperren und es zu einem gleitenden Übergang zur Sommersaison kommt, die vielleicht bis in den Herbst andauert“, erklärt Tourismusdirektor Christian Schützinger. Man rechne mit Nachholbedarf bei den Gästen, sagte Tourismus-Spartenobmann Markus Kegele in einer Aussendung.
„Je stärker Corona in den Hintergrund tritt, desto intensiver wird die Nachfrage einsetzen“, war Kegele überzeugt. Unkonventionelle Öffnungszeiten der Betriebe erforderten das Zusammenspiel aller Akteure. Vernetztes Agieren und wechselseitige Unterstützung seien wichtig, betonte Gastronomie-Fachgruppenobmann Mike Pansi. Man müsse die Chance, verlorenes Terrain wieder gut zu machen, gemeinsam nützen, so Spartengeschäftsführer Hannes Jochum.
Eine Preisschlacht wolle man vermeiden, mit neuen und bereits bewährten Angeboten soll der Markenkern gefestigt werden. Als Beispiel für ein solches Angebot nannte Schützinger die Corona-konformen Vorarlberger Kultur- und Naturpicknicks. Diese böten den Gästen trotz Pandemie einzigartige Erlebnisse. Er zeigte sich zuversichtlich, dass diese Angebote, gezielt an Quellenmärkten platziert, Nachfrage generieren werden.

Ohneberg für Öffnung

Die Industriellenvereinigung spricht sich für eine Öffnung vor Ostern aus. Ähnlich wie die Neos (die NEUE berichtete) argumentiert IV-Präsident Martin Ohneberg mit den Testmöglichkeiten sowie der fortschreitenden Impfung. Zusätzlich würde die Zahl der Infizierten sowie die Auslas­tung auf den Intensivstationen eine schrittweise Öffnung zulassen. Diese solle aber regional gesteuert werden.

IV-Präsident Martin Ohneberg. <span class="copyright">IV</span>
IV-Präsident Martin Ohneberg. IV

„Ab sofort braucht es einen Mentalitätswandel, der lautet: Konsequente Einhaltung der Vorschriften und sukzessive Öffnung aller Lebensbereiche – als nächstes bei Gastronomie, Sport- Freizeit- und Kultureinrichtungen. Das heißt, wenn wir uns gemeinsam an die strengen Hygiene- und Abstandvorschriften halten, Sicherheitskonzepte bei sämtlichen Menschenansammlungen umsetzen, permanentes Testen sicherstellen und mehr Tempo bei den Impfungen schaffen, dann geht es ab März nur noch um Öffnungen und nicht um weitere Lockdowns.“