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Ein Vorgeschmack auf den Frühling

22.02.2021 • 22:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
An der Seepromenade blühen die Krokusse.<span class="copyright"> Klaus Hartinger </span>
An der Seepromenade blühen die Krokusse. Klaus Hartinger

Südwestströmung bringt warme Luft nach Vorarlberg.

Die Krokusse blühen, die Menschen tanken Sonne und das Thermometer klettert auf über 20 Grad Celsius: Das Wetter dieser Tage fühlt sich schon sehr nach Frühling an. „Verantwortlich für die ungewöhnlich warmen Temperaturen ist eine ausgeprägte Südwestströmung, die warme und trockene Luft mit sich bringt“, wie Günther Scheibenreif von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Bregenz auf NEUE-Anfrage erklärt. Auch in den kommenden Tagen beschert das kräftige Hochdruckgebiet dem Ländle reichlich Sonne. Die Temperaturen bleiben vielerorts sehr milde mit Höchstwerten zwischen 11 bis 17 Grad Celsius.

Frühlingsgefühle am Bodensee: Bregenzer freuten sich über das erste Eis und viel Sonne.
Frühlingsgefühle am Bodensee: Bregenzer freuten sich über das erste Eis und viel Sonne.

Österreichweit am wärmsten war es am vergangenen Sonntag in der Alpenstadt Bludenz, wo heuer erstmals die 20-Grad-Marke geknackt wurde. Das Quecksilber zeigte in Bludenz exakt 21,0 Grad. Wärmer war es an einem 21. Februar in Vorarlberg nur im Jahr 1966. „Damals wurden in Feldkirch 21,4 Grad gemessen“, weiß Meteorologe Scheibenreif. Am Montag gab es dann bei weiteren Messstationen neue Wärme-Rekorde für den Februar. In Dornbirn und Bregenz wurden mit 20,8 beziehungsweise 20,2 Grad die höchsten Ergebnisse in deren Messgeschichte erreicht. Der Februar-Rekord für Vorarlberg von 22,4 Grad am 25. Februar 1990 blieb allerdings unangetas­tet. Auch der österreichweite Höchstwert von 24,2 Grad in Güssing (Burgenland) und Deutschlandsberg (Steiermark) vom 28. Februar 2019 wurde nicht erreicht.

Erstes Eis

Die Sehnsucht nach warmem Frühlingswetter scheint in diesem Jahr besonders groß zu sein. Denn bei warmen Temperaturen kann man sich besser draußen treffen, wo das Risiko, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, geringer ist als in geschlossenen Räumen. So traf man am Wochenende, aber auch gestern zahlreiche Radfahrer und Ausflügler an, manche ließen sich schon das erste Eis der Saison schmecken.

Laut Scheibenreif bleibt es bis zum Wochenende mild. In der Nacht auf Samstag wird eine schwache Kaltfront das Wetter in Vorarlberg beeinflussen. „Es wird unbeständiger.“ Eine Wetterprognose für nächste Woche möchte der Meteorologe noch nicht abgeben. „Es schaut aber nicht so aus, als ob sich das Wetter nicht grundsätzlich ändert. Es dürfte dann bald wieder ruhiger und beständiger werden“, meint der ZAMG-Mitarbeiter.

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