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Besuchsregel für Heime soll gelockert werden

23.02.2021 • 20:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Reuters

Lockerungen in Altenheimen? Entscheidung liegt beim Bund.

Freudig verkündete Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker, dass die Impfung der 49 Alten- und Pflegeheime abgeschlossen ist. „Alle Bewohner und Mitarbeiter, die sich impfen lassen wollten, sind jetzt zweifach geimpft. Aktuell gibt es keinen positiven Fall unter den Bewohnern, lediglich in einem Heim ist eine Mitarbeiterin positiv getestet“, erklärt die zuständige Landesrätin.
Mit dieser Nachricht kam die Forderung nach Öffnungsschritten auf. FPÖ-Landtagsabgeordneter Hubert Kinz verlangte „mehr als nur mediale Ankündigungen“ und sah Wiesflecker in der Pflicht, Gesundheitsminister Rudolf Anschober Vorschläge zu unterbreiten, wie verbesserte Bedingungen im Bereich der Besuchsregel für Bewohner der Alten- und Pflegeheime aussehen könnten.

Besprechung mit Anschober

Wie Wiesflecker auf NEUE-Anfrage bestätigte, wird es zwischen Anschober und ihr noch diese Woche ein Gespräch zu diesem Thema geben. Allerdings liegt die Sache nicht in der Kompetenz der Bundesländer. Der Bund muss Lockerungen im Besuchsrecht per Verordnung beschließen und somit die Möglichkeit einräumen, dass in den Heimen wieder mehr Leute von außen Zugang haben.
Derzeit ist nur ein Besuch pro Woche und Bewohner gestattet, Wiesflecker setzt sich für zwei Besucher pro Woche und Bewohner ein. Außerdem soll die Vorgabe von zwei wöchentlichen Tests auf einen reduziert werden. Die Vorarlberger Landesrätin sieht die Chancen für eine solche Änderung durchaus gegeben. Zum einen würde Vorarlberg in Wien durchaus gehört werden, zum anderen bekäme sie mit ihrer Forderung nach mehr Länderkompetenz auch Unterstützung anderer Bundesländer.

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Katharina Wiesflecker. Hartinger

Impfung des Personals

Die Durchimpfungsrate in den Alten- und Pflegeheimen beträgt bei den Bewohnern derzeit 75 Prozent. Beim Personal liegt die Zahl mit 52 Prozent deutlich niedriger. „Man darf aber nicht vergessen, dass circa 500 Personen durch eine Erkrankung immunisiert sind und deshalb nicht geimpft wurden“, erklärt Wiesflecker.
Die Bereitschaft des Personals sich impfen zu lassen würde aber weiter steigen. Wöchentlich würden Möglichkeiten geschaffen, dass das Gesundheitspersonal in der Impfstraße Dornbirn zum Zug kommt.
Für impfwillige Bewohner, die im ersten Durchgang noch skeptisch waren, sich jetzt aber für eine Impfung entschieden haben, werde derzeit eine mobile Impfstation in Betracht gezogen, da diese nicht unbedingt in die stationären Einrichtungen kommen können oder sollten.