Allgemein

Nachwuchs-Training soll wieder stattfinden

23.02.2021 • 20:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Kinder und Jugendliche sollen wieder Sport in Vereinen machen dürfen. <span class="copyright">Archiv/Lerch</span>
Kinder und Jugendliche sollen wieder Sport in Vereinen machen dürfen. Archiv/Lerch

Landeshauptmann Wallner spricht sich für Lockerungsschritte aus.

Die Forderung wurde zuletzt immer lauter. Zahlreiche Sportverbände, darunter auch der Österreichische Fußball Bund, forderten die Wiederaufnahme des Trainings für Kinder und Jugendliche. Landeshauptmann Markus Wallner sprach sich im Rahmen des Pressefoyers ebenfalls für eine Lockerung der Verordnung aus. Am Montag kommt es zu einem neuerlichen Gespräch der Landeshauptleute mit der Bundesregierung. Darin wird evaluiert, wie es die kommenden zwei Wochen weitergehen soll. Wallner versicherte, er würde sich für das Wohl der Kinder einsetzen.
„Von mir wird sicher der Vorschlag kommen, dass es im Nachwuchssport einen ersten Öffnungsschritt geben muss und Kinder sowie Jugendliche wieder ins Training einsteigen können“, erklärte der Landeshauptmann. Dies sollte Entscheidung der Länder sein und müsse natürlich immer mit dementsprechend guten Coronazahlen einhergehen.

Kinder im Fokus

Die Aufschreie der Institutionen und die psychischen Belastungen durch die Krise sind auch am Landeshauptmann nicht spurlos vorbeigegangen, weswegen er den Schritt zur Öffnung nun als wichtig ansieht. „Wir müssen die psychosoziale Lage von Kindern und Jugendlichen im Auge behalten. Sie bauchen Kontakt, Freundschaften, Bewegung und Bildung. Unterschätzen wir nicht, was mit Kindern passiert, wenn sie über eine lange Phase zu wenig Kontakt untereinander haben“, sagte Wallner und attestiert, dass „wir das Thema stärker angehen müssen“.

Landeshauptmann Markus Wallner. <span class="copyright">Hartinger</span>
Landeshauptmann Markus Wallner. Hartinger

Ausschlaggebend für Lockerungen sei aber immer die Anzahl der aktiv Positiven, sowie die Entwicklung der Mutationen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag gestern für Vorarlberg bei 64,0. Damit ist das westlichste Bundesland auch jenes mit der besten Inzidenz. Allerdings spielen in der Beurteilung der Situation noch weitere Faktoren eine Rolle. Die Durchimpfungsrate zum Beispiel, ebenso wie die Entwicklung der Mutationen. Dort sieht Wallner Südtirol als warnendes Beispiel. Laut dem Landeshauptmann wurde in Norditalien im Jänner geöffnet und drei Wochen später wurden 800 Fälle pro Tag registriert. Der Grund dafür liegt in den als ansteckender geltenden Virus-Mutationen aus Großbritannien und Südafrika. Erstere ist auch in Vorarlberg präsent, rund 20 Prozent der Infizierten tragen die britische Mutation in sich. Die südafrikanische Variante wurde bisher in Vorarlberg noch nicht nachgewiesen.

FPÖ-Klubobmann Christof Bitschi. <span class="copyright">Lerch</span>
FPÖ-Klubobmann Christof Bitschi. Lerch

Bitschi mit Kritik

In Bezug auf die Impfungen geht es Wallner immer noch zu langsam, die fehlenden Impfstofflieferungen hätten Schuld. Kritik kam aus dem Lager der FPÖ, die nach wie vor von einem Impfchaos sprach. Zuletzt war bekannt geworden, dass passive Mitarbeiter des Roten Kreuz geimpft worden sind (die NEUE berichtete).
FPÖ-Chef Christof Bitschi forderte deshalb Konsequenzen und Sanktionsmöglichkeiten. „Es braucht klare Regelungen, um diesen Missbrauch abzustellen. Alles andere ist vor allem mit Blick auf die Betroffenen der gefährdeten Risikogruppe, die sich impfen lassen wollen und weiter auf eine Impfung warten müssen, nicht akzeptabel“, sagt der FPÖ-Klubobmann.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.