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Zwei Freisprüche von schwerer Gewalttat

24.02.2021 • 19:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch endete mit Freisprüchen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch endete mit Freisprüchen. Hartinger

Zwei Rumänen sollen einen Landsmann schwer verletzt haben.

Mit schweren Verletzungen wurde der Rumäne im Juli 2020 ins Landeskrankenhaus Feldkirch eingeliefert. Er hat unter anderem Rippenbrüche, einen Milzriss und einen Nasenbeinbruch erlitten. Wie es dazu gekommen ist, bleibt weiterhin ungeklärt. Denn in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch wurden die beiden als Täter angeklagten Rumänen im Zweifel vom Vorwurf des mit sechs Monaten bis fünf Jahren Haft bedrohten Verbrechens der schweren Körperverletzung freigesprochen. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch hat dagegen Berufung angemeldet. Nun wird in zweiter Instanz das Oberlandesgericht Innsbruck entscheiden.

Begründung

Richterin Sabrina Tagwercher begründete ihre erstinstanzliche Entscheidung damit, dass es für Schuldsprüche zu viele Ungereimtheiten gebe. Die Strafrichterin folgte damit der Argumentation von Verteidiger Manuel Dietrich, der zumindest im Zweifel Freisprüche für die von ihm vertretenen Angeklagten beantragt hatte. Der Schwerverletzte sagte als Zeuge, die beiden Angeklagten hätten in Röthis auf der Straße auf ihn eingeschlagen und eingetreten. Zuvor habe ihn der 25-jährige Erstangeklagte nach Deutschland gefahren. Dort hätten sie vergeblich ein Bordell gesucht. Schon in Deutschland sei er vom Erstangeklagten geschlagen worden. Während der Heimfahrt sei er in Röthis aus dem Auto gesprungen. Der 25-Jährige habe dann seinen 16-jährigen Neffen geholt, den Zweitangeklagten. Gemeinsam hätten sie ihn dann schwer verletzt.

Vorwürfe bestritten

Die Angeklagten bestritten die Tatvorwürfe. Sie sagten, sie hätten mit den Verletzungen ihres Landsmanns nichts zu tun. Sie hätten ihn am Abend mit zum gemeinsamen Fußballspielen nach Feldkirch gefahren. Danach seien sie ohne ihn nach Hause gefahren. Die Gattin des 25-jährigen Erstangeklagten bestätigte als Zeugin, ihr Mann sei zur angeklagten Tatzeit daheim bei ihr gewesen.