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Betrugsprozess wurde vertagt

25.02.2021 • 19:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Prozess gegen den Unternehmer  wurde für die Einholung eines Gutachtens vertagt. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Prozess gegen den Unternehmer wurde für die Einholung eines Gutachtens vertagt. Hartinger

Ein Ex-Unternehmer steht derzeit in Feldkirch vor Gericht.

Für eine Überraschung sorgte der Schöffensenat des Landesgerichts Feldkirch schon zu Beginn des für drei Tage angesetzten Strafprozesses gegen einen angeklagten Ex-Unternehmer. Die Richter beschlossen am Mittwoch, von Amts wegen ein Gutachten zur Geschäftsbilanz des ehemaligen Unternehmens des angeklagten Ex-Versicherungsmaklers erstellen zu lassen.
Deswegen wurde der Betrugsprozess bereits nach den Eingangsplädoyers von Staatsanwältin Sarah Maria Haugeneder und der Verteidiger Andrea Concin und Gerald Rurhi und vor der geplanten Einvernahme des Angeklagten vertagt. Damit wird die Hauptverhandlung bis zum Vorliegen des Bilanzgutachtens für einige Monate unterbrochen werden.

Um 300.000 Euro geschädigt

Dem unbescholtenen Angeklagten wird in der Anklageschrift Bilanzfälschung, schwerer Betrug und Untreue vorgeworfen. Demnach soll der 63-Jährige beim und nach dem 2017 erfolgten Verkauf seines Unternehmens die neuen Eigentümer um mehr als 300.000 Euro geschädigt haben.
Beim Kaufpreis von 1,8 Millionen Euro hat der Verkäufer nach Darstellung der Staatsanwaltschaft die Käufer betrogen. Denn der Angeklagte soll zu erwartende Folgeprovisionen um 100.000 Euro zu hoch angegeben haben. Und er soll Schadenersatzforderungen von 269.000 Euro einer Kundin verschwiegen haben. Bei der Kundin handelt es sich um die Ex-Gattin des Angeklagten, die seiner Firma Beratungsfehler beim Investieren in einen Rentenfonds vorwarf.

Private Geburtstagsfeier

Auch nach dem Verkauf seiner Firma soll der Angeklagte als Geschäftsführer des Unternehmens die neuen Gesellschafter geschädigt haben, mit dem Vergehen der Untreue. Demnach hat er etwa, so die Anklage, ohne Absprache mit den neuen Eigentümern das Unternehmen in einem außergerichtlichen Vergleich dazu verpflichtet, seiner Ex-Gattin für den Beratungsfehler 216.000 Euro zu bezahlen. Und er soll die Kosten von 3100 Euro für seine private Geburtstagsfeier der Firma verrechnet haben.

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