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Lockerungen: Das Ländle geht voraus

01.03.2021 • 19:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Nach dem Corona-Gipfel gibt die Bundesregierung die regionalen Öffnungsschritte bekannt.<span class="copyright">Helmut Fohringer/APA</span>
Nach dem Corona-Gipfel gibt die Bundesregierung die regionalen Öffnungsschritte bekannt.Helmut Fohringer/APA

Vorarlbergs Gastronomie öffnet ab 15. März wieder die Pforten.

Österreich geht trotz zuletzt deutlich gestiegener Corona-Zahlen seinen Weg der schrittweisen Öffnung des öffentlichen Lebens nun auf regionaler Ebene weiter. Aufgrund der vergleichsweise geringen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen werde es ab 15. März im westlichsten Bundesland Vorarlberg zu Lockerungen kommen, kündigte Kanzler Sebastian Kurz am Montag an. Davon profitierten der Sport, die Kultur und die Gastronomie. Landeshauptmann Markus Wallner kündigte an, dass man noch unterschiedliche Reintest-Varianten prüfe. Auch für den Jugendbereich und die Kultur will er da schon etwas tun.

Geduld bei restlichen Bundesländern

Für den Rest des Landes gelte das Ziel, dass zu Ostern zumindest Gastronomie im Freien möglich werden solle. “Wir beginnen outdoor, bevor wir uns an weitere Indoor-Öffnungsschritte heranwagen können”, sagte Kurz. Zudem soll Jugend- und Schulsport ab Mitte des Monats wieder erlaubt sein. Voraussetzung dafür ist dem Vernehmen nach, dass es zu keinem exponentiellen Wachstum kommt.

Die Kultur soll im April wieder breitflächig starten, erklärte Bundeskanzler Kurz. Nämliches gilt für den Tourismus. Auch erst im April will man eine Öffnung der Indoor-Gastronomie angehen – dies alles unter Voraussetzung, dass es zu keinem massiven Infektionswachstum kommt.

<span class="copyright">Helmut Fohringer/APA</span>
Helmut Fohringer/APA

Corona-Test ist Pflicht

Bei den Lockerungen sollten weiterhin Zutrittstests eine zentrale Rolle spielen. Jede Woche werde aktuell etwa ein Viertel der österreichischen Bevölkerung getestet, hieß es. Die Hoffnung ruhe auch auf der deutlichen Steigerung der Impfzahlen im März und April.

“Wir wissen, dass es für die Bevölkerung schon ein verdammt langes Jahr ist”, sagte Kurz. Er verteidigte die Öffnung aller Geschäfte vor drei Wochen. Dies sei ein wichtiger und und richtiger Schritt gewesen. Allein seitdem seien 120 000 Menschen, die vorher arbeitslos oder in Kurzarbeit gewesen seien, wieder in Beschäftigung gekommen. Am Montag wurden in Österreich 1409 Neuinfektionen binnen eines Tages gezählt. Das würde – unter Berücksichtigung der Zahl der Einwohner – rund 10 000 Fällen in Deutschland entsprechen.

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