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Impfung für alle Personen über 80 Jahre

03.03.2021 • 06:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Am Wochenende wird die Durchimpfung der über 80-Jährigen abgeschlossen. <span class="copyright">APA/BARBARA GINDL</span>
Am Wochenende wird die Durchimpfung der über 80-Jährigen abgeschlossen. APA/BARBARA GINDL

Am Wochenende sollen alle über 80-Jährigen durchgeimpft werden.

Das Land Vorarlberg wird am Wochenende alle 80-Jährigen, die nicht in Pflegeheimen wohnen impfen. Das gab Landeshauptmann Markus Wallner am Rande des Pressefoyers bekannt.
In den vergangenen zwei Tagen wurde begonnen, die verbleibenden knapp 6000 über 80-Jährigen, die sich im System für eine Impfung angemeldet haben, einzuladen. „Wir wissen noch nicht, ob alle die Einladung annehmen werden, aber es ist eine gute Nachricht, dass Vorarlberg alle über 80-Jährigen durchgeimpft hat“, erklärte Landesrätin Martina Rüscher. Da AstraZeneca in Österreich nur an Personen unter 65 verimpft werden darf, bekommen die eingeladenen Pensionisten allesamt einen mRNA-Impfstoff, sprich Biontech/Pfizer oder Moderna.

AstraZeneca wird in Österreich nur an Personen unter 65 verimpft, was zu den vielen "recht jungen Leute bis mittleren Alters" in den Impfstraßen führt. <span class="copyright">Symbolbild/Hofmeister</span>
AstraZeneca wird in Österreich nur an Personen unter 65 verimpft, was zu den vielen "recht jungen Leute bis mittleren Alters" in den Impfstraßen führt. Symbolbild/Hofmeister

In der vergangenen Woche wurde Kritik am Impfplan des Landes laut, weil in den Reihen vor den Impfstraßen eine Vielzahl junger Menschen gesichtet wurde. Nationalratsabgeordneter Gerald Loacker teilte ein Bild in den sozialen Netzwerken und prangerte dies an. „Lauter recht junge Leute bis mittleren Alters, die einen sehr fitten Eindruck gemacht haben. Okay, vielleicht ist nur AstraZeneca lagernd, weshalb man nur Menschen unter 65 einladen kann. Aber nach Risikopatienten mit beispielsweise COPD oder Menschen mit Behinderung hat mir das nicht ausgesehen“, ­kommentierte der Dornbirner sein Bild. Die Erklärung der Landesrätin: „Bei AstraZeneca sind wir schon in Phase zwei und damit werden auch um Beispiel Pädagoginnen geimpft, die oftmals jünger sind.“ Dass aufgrund falscher Impfstrategie zu wenig mRNA-Dosen für die ältere Generation zur Verfügung stehen würden, weist Rüscher von sich. Auch Loacker kritisierte das, vor allem jenes erste Impfwochenende, welches durch Vordrängler und die Einladungspolitik des Roten Kreuzes durch die Medien ging.

Rüscher relativiert

An diesem Wochenende sei laut der Gesundheitslandesrätin eine Sonderlieferung, die sich das Land nach Aufruf des Bundeskanzleramtes gesichert habe, verimpft worden. Diese ginge nicht vom Vorarlberger Kontingent weg, sondern sei zusätzlich zu sehen und nur dem schnellen Handeln der zuständigen Personen zu verdanken. Daher sei die Behauptung, Vorarlberg habe ein geringeres Kontingent für die über 80-Jährigen, weil falsch verimpft wurde, nicht richtig.