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Hämmerle investiert trotz Umsatzeinbruch

04.03.2021 • 11:37 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Udo Mittelberger

In Bludesch wird für vier Millionen zusätzliches Logistikzentrum gebaut.

Hämmerle Kaffee mit Sitz in Bludesch nimmt die Corona-Krise proaktiv in Angriff und investiert. Nicht weniger als fünf Millionen Euro gibt der Großhändler und Hersteller von Instant-Heißgetränken aus. Und das trotz Corona-bedingtem Einbruch. 2019 betrug der Umsatz rund 30 Millionen Euro. Im Vorjahr mussten, bedingt durch die schwierige Situation der Gastronomie- und ­Gewerbekunden und die abgebrochene Wintersaison, Einbußen von rund 18 Prozent verzeichnet werden.

Neubau Logistik-Center von Hämmerle Kaffee.
Neubau Logistik-Center von Hämmerle Kaffee.

Dennoch investiert Hämmerle allein vier Millionen in ein neues Logistik-Zentrum, welches, direkt an die Produktion in Bludesch anschließend, auf drei Stockwerken rund 3300 Quadratmeter Nutzfläche zur Lagerung, Kommissionierung und Lkw-Abfertigung bieten wird.
„Wir konnten auch in der Corona-Zeit viele Neukunden, darunter mehrere Automatenaufsteller aus Deutschland, hinzugewinnen. Unser Ziel ist, gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, erklärt Geschäftsführer Markus Hämmerle.
Die Planungen für den Bau laufen bereits seit 2018 und bis Ende des Jahres soll das neue Gebäude fertiggestellt sein. Weiter schafft sich Hämmerle Kaffee neue Maschinen an, was ebenfalls nochmals eine Million Euro verschlingen wird.
„Wir wachsen seit Jahren und mussten daher zusätzliche Produktions- und Lagerflächen schaffen. Das neue Logistik-Center steigert die Kapazität und Effizienz unseres Betriebs“, informiert Hämmerle

Markus Hämmerle, Geschäftsführer Hämmerle Kaffee. <span class="copyright">Udo Mittelberger</span>
Markus Hämmerle, Geschäftsführer Hämmerle Kaffee. Udo Mittelberger

Platz für Lager und Produktion

Das neue Logistik-Zentrum hat einen ganz speziellen Mehrwert für das Unternehmen. Derzeit müssen Lagerflächen extern angemietet werden und in den Produktionsräumlichkeiten herrscht Platznot. Neue Produktionsflächen sollen dem Platzproblem Abhilfe schaffen und außerdem können 1500 Paletten im dreistöckigen Gebäude gelagert werden.
„Nun schaffen wir eine direkte Verbindung zwischen Herstellung und Lager. Dadurch verkürzen wir die Transportwege und können unsere internen Abläufe flexibler gestalten“, sagt Hämmerle. Im Logistik-Center werden zudem in den kommenden Jahren fünf zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Hämmerle Kaffee

Die Hämmerle Kaffee GmbH mit Sitz in Bludesch ist Großhändler, Hersteller von Instant-Heißgetränken, Spezialist für Kaffeesys­teme und Dienstleister in der Betriebsverpflegung in einem. Das Traditionsunternehmen wurde 1972 von Dieter und Brigitte Hämmerle gegründet und wird in zweiter Generation von Geschäftsführer Markus Hämmerle geleitet. Derzeit beschäftigt Hämmerle Kaffee 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Neben der Betreuung von über 4000 Automaten in ganz Vorarl­berg ist das Unternehmen auf Betriebs- und ­Gastronomieverpflegung sowie die Herstellung von ­Füllprodukten wie Kaffee, Cappuccino, Tee und Trinkschokolade spezialisiert.

Außerdem wird durch vier Lkw-Laderampen die Effizienz gesteigert. Das Ganze wird mit einem digitalen Lagersystem auf neue Beine gestellt. Das neue Gebäude wird umweltschonend über eine Grundwasserwärmepumpe und Betonkernaktivierung geheizt und gekühlt.
Auch im Betrieb werden Ressourcen eingespart. Neue Verpackungsanlagen benötigen künftig weniger Verbundmaterialien.

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