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Ein erstes Warmlaufen

09.03.2021 • 20:48 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Auch im Landestheater gehen die Lichter wieder an.     <span class="copyright">Anja Köhler</span>
Auch im Landestheater gehen die Lichter wieder an. Anja Köhler

Kulturveranstalter über die Öffnung am Montag.

Bis zu 100 Besucher, Selbsttests, Registrierungs- und Maskenpflicht sowie Sperrstunde um 20 Uhr: Das sind die gestern präsentierten Eckpunkte, unter denen in Vorarlberg auch Kulturveranstaltungen ab kommenden Montag wieder stattfinden können. „Es ist das, was zu erwarten war“, meinte Landestheaterintendantin Stephanie Gräve gestern Abend nach der Präsentation der Öffnungsschritte.

Ihr Plan ist es, ab 20. März am Wochenende nachmittags wieder einige Stücke zu zeigen. Auch mit der Besucherzahl von 100 kann sie sich vorerst anfreunden. „Bis Ostern ist das in Ordnung, aber dann müssen wieder mindestens 50 Prozent der Plätze gefüllt werden.“

Landestheaterintendantin Stephanie Gräve.                   <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Landestheaterintendantin Stephanie Gräve. Roland Paulitsch

Gräve sieht die nächste Zeit als ein „Warmlaufen“, wobei sie sich auf den Neubeginn freue. Große Vorstellungen könnten aber mit der beschränkten Besucherzahl nicht gespielt werden, gibt sie zu bedenken. Die Tests machen ihr hingegen wenig Sorgen. Die hält sie für wichtig und sinnvoll.

„Für uns ist es toll, dass wir wieder anfangen können“, so die Intendantin weiter, „aber es ist wichtig, dass wir eine Perspektive kriegen.“ Und die müsse bald kommen, zumal irgendwann auch mit einer richtigen Planung angefangen werden müsse. Man könne nicht bis Mitte April darauf warten. Am 9. April ist eine Uraufführung von Max Lang geplant. Die müsse vor mindestens 250 Leuten gespielt werden, „sonst bekomme ich ein Problem“.

“Wechselbad der Gefühle”

Von einem „Wechselbad der Gefühle“ sprach Sabine Benzer, Geschäftsführerin vom Feldkircher Theater am Saumarkt, gestern Abend. Sie hatte auf einen wirklichen Neubeginn gehofft, „jetzt ist klar, dass das nicht möglich ist“. Konkret geht es dabei um die Sperrstunde, die ihr Sorgen bereitet.

Man werde jetzt vielleicht an den Wochenenden nach den Kinderveranstaltungen am späteren Nachmittag Konzerte veranstalten, so Benzer. Gut 50 Besucher haben im Saumarkt mit den Corona-Regelungen Platz. „Toll“ findet sie, dass Selbsttest reichen. „Aber wenigstens können wir anfangen“, meint Benzer dann noch.

Theaterleiter Augustin Jagg.                          <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
Theaterleiter Augustin Jagg. Dietmar Stiplovsek

Auch für das Bregenzer Theater Kosmos heißt das gestern Präsentierte, dass am Wochenende tagsüber gespielt werde, so Co-Theaterleiter Augustin Jagg. „Wir haben das Glück, dass wir eine fertige Produktion im Haus haben“, erzählt er. Heute werde man sich mit dem gesamten Team zusammensetzen, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

„Wir werden aber sicher noch im März spielen“, so Jagg, ob es dann schon am 20. oder erst eine Woche drauf ist, sei derzeit aber noch nicht klar. Vorstellen kann er sich, dass am Samstag am späteren Nachmittag und am Sonntag vielleicht eine Matinee und eine Nachmittagsvorstellung gespielt werden. „Dann kriegen wir auch ein paar Aufführungen zusammen.“

Gut 80 Besucher haben im Theater Kosmos mit den Maßnahmen Platz. Die Registrierung sei insofern kein Problem, als der Großteil der Karten über ein Registrierungssystem gekauft werde. Jagg hofft aber stark, dass im April die 20-Uhr-Marke fällt. „Theater um 17 Uhr ist nicht brutal zukunftsträchtig.“

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