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Maskenverweigerer rastete betrunken aus

10.03.2021 • 19:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Symbolbild/Hartinger
Symbolbild/Hartinger

Pensionist bedrohte Personen in Bäckerei und verletzte Polizistin.

Der mit 3,3 Promille alkoholisierte Maskenverweigerer rastete im Mai 2020 als Kunde einer Unterländer Bäckerei aus. Der keine Corona-Schutzmaske tragende 62-Jährige wurde aufgefordert, das Geschäftslokal zu verlassen. Daraufhin bedrohte er mit einem Metallstuhl zwei Kunden und ging aggressiv auf einen Bäckerei-Mitarbeiter zu.
Einschreitende Polizisten brachten den Pensionisten zur Polizeiinspektion. Eine Amtsärztin wies die vorläufige Einweisung des aggressiven und betrunkenen Mannes ins Landeskrankenhaus Rankweil an. Gegen seine Unterbringung leistete der Unterländer Widerstand. Er schlug und trat Polizisten. Dabei erlitt eine Polizistin Prellungen am Brustbein.

Vollrausch

Wegen der Begehung von Straftaten im Zustand der vollen Berauschung wurde der mit sehr vielen Vorstrafen belastete Angeklagte am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von sechs Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 1440 Euro (360 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt. Das Urteil von Richterin Sabrina Tagwercher ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Hätte der Angeklagte zur Tatzeit keinen Vollrausch gehabt, wäre er wegen gefährlicher Drohung, versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, schwerer Körperverletzung und versuchter schwerer Körperverletzung schuldig gesprochen worden.
Die Strafe fiel trotz der zahlreichen Vorstrafen milde aus, weil der 62-Jährige reumütig geständig war und in den letzten Jahren nicht mehr straffällig geworden ist. Als Schmerzensgeld hat der Pensionist der verletzten Polizistin 800 Euro zukommen zu lassen. Zu anderen Vorfällen wurden die Strafverfahren eingestellt, weil der Beschuldigte aus psychischen Gründen nicht zurechnungsfähig war. Deshalb wurde er etwa für das Entfernen von Schmuck von einer Beisetzungsstätte nicht belangt.