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Modehaus Strolz macht nach Insolvenz weiter

11.03.2021 • 18:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Annahme des Sanierungsplanes sei ein Startschuss für einen Neuanfang, sagt die Geschäftsführerin. <span class="copyright">Strolz</span>
Die Annahme des Sanierungsplanes sei ein Startschuss für einen Neuanfang, sagt die Geschäftsführerin. Strolz

Gläubiger nehmen Sanierungsplan an. Wert der Liegenschaft ungewiss.

Am Landesgericht Feldkirch wurde der Sanierungsplanvorschlag im Sanierungsverfahren über das insolvente Sport- und Modehandelsgeschäft Strolz GmbH in Lech mit den geforderten Mehrheiten von der Gläubigerversammlung angenommen. Darüber berichtet der KSV1870 Vorarlberg. Die Quote für die Gläubiger wurde im Zuge dessen von den ursprünglich angebotenen 30 Prozent auf jetzt 50 Prozent erhöht.
Die anerkannten Forderungen bewegen sich in einer Größenordnung von rund 43 Millionen Euro. Die dem gegenüberstehenden Aktiva liegen bei etwa 33,8 Millionen Euro. Beinahe 240 Gläubiger sind von dem Verfahren betroffen, darunter rund 70 Dienstnehmer. „Mit der Zustimmung der Gläubiger haben wir nun einen wichtigen Meilenstein erreicht und ein Mandat dafür, die Sanierungsmaßnahmen für eine Neuausrichtung konsequent umzusetzen“, freut sich Geschäftsführerin Olivia Strolz.
Offen bleibt allerdings derzeit, ob der angenommene Sanierungsplan auch rechtskräftig wird. Denn Gläubiger haben die Möglichkeit, innerhalb der nächsten 14 Tage ein Rechtsmittel dagegen einzubringen. Sprengkraft hat dabei die Bewertung von mehreren Liegenschaften der Schuldnerin, welche mit Pfandrechten be­lastet sind.

Wert der Liegenschaften

Der KSV1870 berichtet, dass es nicht nur im Vorfeld, sondern auch während des Gerichtstermins „massiv unterschiedliche Sichtweisen auf Schuldner- und Gläubigerseite“ gebe, was den tatsächlichen Wert der Liegenschaften betreffe. Diese unterschiedlichen Sichtweisen gebe es auch unter den Gläubigern. Dennoch sind die Verantwortlichen über den Ausgang erfreut und sehen sich jetzt in der Position weiterzumachen.
„Der heutige Tag ist der Startschuss für einen Neuanfang“, zeigt sich Strolz zuversichtlich. „In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir bereits wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. Ziel ist es nun, den eingeschlagenen Weg schnell und effizient fortzusetzen“, ist die Geschäftsführerin optimistisch.

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