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So funktioniert der Selbsttest für zu Hause

12.03.2021 • 19:55 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Zuerst den Test mit Code und QR-Code versehen, dann fotografieren und dann unkenntlich machen. <span class="copyright">VLK/Neue</span>
Zuerst den Test mit Code und QR-Code versehen, dann fotografieren und dann unkenntlich machen. VLK/Neue

Neues Testsystem zur Überprüfung der Selbsttests.

Das Land Vorarlberg hat ein neues Testsystem vorgestellt. Jenes System, welches die Selbsttests für zu Hause verifizieren und die Überprüfung für Vereine und Veranstalter ermöglichen soll.
Unter www.vorarlberg.at/coronatest muss sich die zu testende Person zum Selbsttest einloggen und bekommt dann im ersten Formular der Webseite einen Code zugewiesen, der anschließend auf dem Teststreifen mit wasserfestem Stift geschrieben werden muss (siehe roter Kreis oben). Gleichzeitig wurden bei der Ausgabe der Testkits, die es bei der Wohnsitzgemeinde oder in ausgewählten Apotheken gibt, ein QR-Code mitgegeben, welcher auf der unteren Seite des Teststreifens anzubringen ist.

Philipp Bachmann von der Landeswarnzentrale stellte das System vor. <span class="copyright">VLK/Serra</span>
Philipp Bachmann von der Landeswarnzentrale stellte das System vor. VLK/Serra

Dann das Stäbchen in die Nase führen, in den Behälter mit der Flüssigkeit geben und anschließend die Flüssigkeit auf den Teststreifen tropfen. In der Folge dauert es bis zu 15 Minuten, bis ein Befund über negativ oder positiv angezeigt wird.
In einem nächsten Schritt wird auf dem Online-Formular das Ergebnis eingetragen und die persönlichen Daten hinterlegt. Dazu zählen Sozialversicherungsnummer, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und auch Angaben zum Wohnsitz sowie das Geburtsdatum.

Foto hochladen

Zusätzlich muss im Onlineformular die Uhrzeit der Testabnahme angeführt werden und anschließend mittels Handykamera der Teststreifen fotografiert werden. Dazu muss im Onlineformular „Kamera starten“ angeklickt werden und der Zugriff des Systems auf das Smartphone erlaubt werden. Es erscheint ein rotes Rechteck, welches den Teststreifen umrahmen soll. Dann kann das Bild hochgeladen werden. Doch dem nicht genug. In einem weiteren Schritt muss dann der Teststreifen „entwertet“ werden, indem wiederum mit wasserfestem Stift die Anzeige des Ergebnisses unkenntlich gemacht wird. Auch das wird wiederum per Handyfoto hochgeladen. Letztlich folgt noch die Abfrage der Datenschutzrichtlinien, und nach Zustimmung wird ein Tan-Code zugesendet. Dieser muss eingegeben werden, wodurch eine SMS sowie eine E-Mail-Benachrichtigung mit dem Ergebnis versendet werden. Dieser Test ist 24 Stunden gültig und erlaubt unter anderem den Besuch einer Kulturveranstaltung.

Aufstellung, welche Tests welche Leistungen ermöglichen.<span class="copyright"> Land Vorarlberg</span>
Aufstellung, welche Tests welche Leistungen ermöglichen. Land Vorarlberg

Personen, die sich nicht darüber hinaussehen, das digitale System zu nutzen, wird empfohlen sich entweder von Bekannten helfen zu lassen oder sich bei den Teststraßen der Gemeinden oder des Bundesheeres anzumelden. Jene Tests, die Schüler zum Unterricht berechtigen, sind als Selbsttest zum Besuch des Sports oder von Veranstaltungen nicht zugelassen.

öffnung

Land baut Testkapazität weiter aus

Mit zusätzlichen Teststationen soll das Angebot der Nachfrage entsprechen.

Am Montag beginnt in Vorarl­berg die Öffnung von Gastronomie, Kultur, Sport für Jugendliche und Kinder sowie außerschulische Jugendarbeit.

Zu diesem Zweck stockte das Land Vorarlberg die Testkapazitäten auf und richtet in Zusammenarbeit mit dem Bundesheer neue Testzentren ein. In den neuen Testzentren in Bregenz, Lauterach, Hohenems, Götzis, Frastanz und Ludesch werden 50 Soldaten des Jägerbataillons 23 aus Bludesch im Einsatz sein. „Hier werden sogenannte Selbsttests unter Aufsicht stattfinden. Diese Stationen haben von Montag bis Freitag von 6 bis 14 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr geöffnet“, erklärt Landesrat Chris­tian Gantner.

Gleichzeitig bieten die Gemeinden zusätzliche Kapazitäten an und werden auch die Möglichkeit der Selbsttests unter Aufsicht anbieten. Insgesamt, so rechnet Gantner vor, habe das Land die Kapazitäten von Anfang Jänner mit 22.000 Tests pro Woche nun auf 100.000 aufgestockt. „Wir überschreiten eine neue Schwelle in Bezug auf Testungen und bringen die Selbsttests in die Breite“, sagt Landesrat Christian Gantner.

Diese Selbsttests befugt Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre zur Sportausübung in geschlossenen Räumen. Außerdem ermöglichen diese Tests Personen aller Altersklassen den Besuch von Veranstaltungen. Die Selbsttests sind sogenannte Nasenbohrer-Tests und 24 Stunden gültig. Erhältlich sind die Kits bei den Gemeinden und ausgewählten Apotheken, wobei für jeden Bürger zwei Tests pro Woche bereitliegen. Die Gastronomie darf damit nicht besucht werden. Dazu braucht es einen Antigentest, der wie bereits bekannt in den Teststraßen des Landes, der Gemeinden oder des Bundesheeres sowie bei Apotheken unter Aufsicht gemacht werden muss. Der Antigentest ist 48 Stunden gültig. Die dritte Form der Testung ist der PCR-Test, dieser hat eine Gültigkeit für 72 Stunden und schafft die gleichen Zugangsrechte wie der Antigentest.

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