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Wirte gehen neue Wege

14.03.2021 • 16:00 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
In solch herausfordernden Zeiten machte es sich das Team von „Helldone’s Burriteria“ zur Aufgabe, seinen Kunden auch weiterhin ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. <span class="copyright">Hartinger</span>
In solch herausfordernden Zeiten machte es sich das Team von „Helldone’s Burriteria“ zur Aufgabe, seinen Kunden auch weiterhin ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Hartinger

Des einen Notfalllösung ist des anderen neues Geschäftsmodell.

Die Corona-Krise stellte besonders die Gastronomie-Branche vor große Herausforderungen. Als kleinen Hoffnungsschimmer erkannten einige Betriebe das Umsatteln auf Take-away- und Lieferangebote. Und tatsächlich, die Nachfrage nach den alternativen Gastronomie-Angeboten war groß. So kommt es, dass einige Wirte sich nun sogar gegen die ab morgen wieder unter strengsten Auflagen mögliche Öffnung ihres Betriebs entscheiden und lieber weiterhin auf die anfängliche „Notfalllösung“ setzen. Vorarlberger Gastronomen über die Zukunft von Take-away, Lieferservice und Co.

Beim Ausliefern des Essens setzt "Helldone's Burriteria"-GF Daniel Alge gerne auf sein Skateboard. <span class="copyright">Hartinger</span>
Beim Ausliefern des Essens setzt "Helldone's Burriteria"-GF Daniel Alge gerne auf sein Skateboard. Hartinger

Helldone’s Burriteria, Feldkirch: Essen ausliefern auf die etwas andere Art

"Gerade in solch herausfordernden Zeiten war es uns wichtig, unsere Gäste bei Laune zu halten“, erklären die beiden „Helldone‘s Burriteria“-Geschäftsführer Helmut Nussbaumer und Daniel Alge. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
"Gerade in solch herausfordernden Zeiten war es uns wichtig, unsere Gäste bei Laune zu halten“, erklären die beiden „Helldone‘s Burriteria“-Geschäftsführer Helmut Nussbaumer und Daniel Alge. Handout/Privat

Gerade in solch herausfordernden Zeiten war es uns wichtig, unsere Gäste bei Laune zu halten“, erklären Helmut Nussbaumer und Daniel Alge, die beiden Geschäftsführer von „Helldone’s Burriteria“ in Feldkirch. So wurde das Team unter anderem auch in Sachen Auslieferung erfinderisch. „Vergangenen Frühling entwickelte sich aus einer anfänglichen Blödelei die Idee heraus, dass Dani, der quasi auf dem Skateplatz aufgewachsen war, die Bestellungen mit dem Board direkt zu den Autos auf dem Parkplatz fahren könnte.“ Doch das Street-Food-Lokal war auch schon vor der Pandemie seinen Branchen-Kollegen in Sachen Take-away eine Nasenlänge voraus. „Unsere Gäste waren es von Anfang an gewohnt, über unser Bestelltool auf unserer Homepage oder auch via Touchpads im Lokal Essen zum Mitnehmen bestellen zu können. So war es auch für uns keine allzu große Umstellung, unter den neuen Auflagen zu arbeiten“, erklären die beiden Geschäftsführer. So soll sich auch nach der Wiedereröffnung der Gastronomie nichts an den Angeboten ändern, „außer vielleicht das Aufstocken an Sitzplätzen im Lokal“.

Helldone’s Burriteria

Daniel Alge

Feldkircher Strasse 18, 6800 Feldkirch

05522 / 37600

E-Mail: helldones.burriteria@gmail.com Homepage: www.helldones-burriteria.com

Gasthaus Schäfle, Dornbirn: Frei Haus „über’t Gass“

Auch Werner Scandella und sein Team vom „Gasthaus Schäfle“ im Dornbirner Bezirk Haselstauden blieben in Zeiten der Corona-Krise nicht untätig. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
Auch Werner Scandella und sein Team vom „Gasthaus Schäfle“ im Dornbirner Bezirk Haselstauden blieben in Zeiten der Corona-Krise nicht untätig. Handout/Privat

Auch Werner Scandella und sein Team vom „Gasthaus Schäfle“ im Dornbirner Stadtteil Haselstauden blieben in der Corona-Krise nicht untätig. „Über’t Gass“ nennt sich der eigens für den Lockdown ins Leben gerufene Lieferservice. „Entschieden haben wir uns für den Lieferdienst auf der einen Seite, um nicht in Vergessenheit zu geraten, und auf der anderen Seite auf Wunsch unserer eigenen Gäste“, erklärt der Geschäftsführer. Bestellt wird über das sogenannte Hungertelefon, die Zulieferung erfolgt frei Haus mit dem eigenen Privatauto. Ein Angebot, das von Freunden der gepflegten Hausmannskost dankend angenommen wurde. Für Scandella selbst stellte der Lieferservice in Zeiten der Lockdowns eine überaus große Unterstützung dar: „Das Angebot hat sich für mich definitiv rentiert. Einige meiner Fixkosten, wie etwa Strom und Gas, konnten mit den Einnahmen getilgt werden.“ Mittlerweile habe sich jedoch – ganz im Gegensatz zum Beginn der Lockdowns – eine Art „Bestellmüdigkeit“ bei seinen Gästen eingeschlichen. Doch der Gastronom aus vollem Herzen lässt sich davon nicht beirren: „Auch nach dem Lockdown werden wir auf Wunsch unsere Gäste auch weiterhin mit unserer leckeren Hausmannskost und einigen mediterranen Speisen beliefern.“

Gasthaus schäfle

Werner Scandella

Haselstauderstraße 23, 6850 Dornbirn

0664 / 75117768

E-Mail: scandella.werner@aon.at

Hotel Schwärzler, Bregenz: Das Beste aus beiden Welten

"Bei uns im Hotel Schwärzler in Bregenz heißt es: Wir sind ab morgen endlich wieder für Sie da“, freut sich Gastgeberin Susanne Denk. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
"Bei uns im Hotel Schwärzler in Bregenz heißt es: Wir sind ab morgen endlich wieder für Sie da“, freut sich Gastgeberin Susanne Denk. Klaus Hartinger

Bei uns im Hotel Schwärzler in Bregenz heißt es: Wir sind ab morgen endlich wieder für Sie da“, freut sich Gastgeberin Susanne Denk. „Alle unsere Restaurants – Restaurant Babenwohl, Brasserie Karl und die Schwärzler Lounge und Garten – starten allesamt am selben Tag wieder in den Gastronomiebetrieb zurück.“ Und auch für jene, die Speis und Trank derzeit noch gemütlich zu Hause auf dem Sofa vorziehen, hat die Gastronomin ein Schmankerl: Denn trotz der Wiedereröffnung der Betriebe sollen auch die Take-away-Angebote weiterhin bestehen bleiben.

Hotel Schwärzler

Susanne Denk

Landstraße 9, 6900 Bregenz

05574 / 4990

E-Mail: takeaway@hotelschwaerzler.at / Homepage: www.schwaerzler.s-hotels.com

Restaurant Färber’s, Dornbirn: Gutbürgerliche Küche direkt vom Drive-in

„Nach zwei Tagen gründlicher Überlegung haben wir uns jedoch dazu entschieden, vorerst weiterhin nur Take Away anzubieten und eine Wiedereröffnung unseres Gasthauses noch weiter aufzuschieben“, erklärt Oswald Grassl (Restaurant Färber's Dornbirn). <span class="copyright">Handout/Privat</span>
„Nach zwei Tagen gründlicher Überlegung haben wir uns jedoch dazu entschieden, vorerst weiterhin nur Take Away anzubieten und eine Wiedereröffnung unseres Gasthauses noch weiter aufzuschieben“, erklärt Oswald Grassl (Restaurant Färber's Dornbirn). Handout/Privat

Die Frage nach der Wiederaufnahme des eigenen Betriebs drängt sich im Zuge der morgigen Gastronomie-Wiedereröffnung derzeit wohl den meisten Gastwirten auf. So auch Oswald Grassl, Inhaber des Restaurants „Färber’s“ in Dornbirn. „Nach zwei Tagen gründlicher Überlegung haben wir uns jedoch dazu entschieden, vorerst weiterhin nur Take-away anzubieten und eine Wiedereröffnung unseres Gasthauses noch weiter aufzuschieben“, erklärt der Gastronom. Ein Konzept, auf welches das Gasthaus nicht erst seit Kurzem setzt. Die Corona-Krise bewegte Grassl jedoch dazu, das Verkaufsmodell auf ein ganz neues Level zu heben. So kann das Essen seit November letzten Jahres nun ganz bequem im neuen betriebseigenen Drive-in bestellt werden. Eine für ein Gasthaus ungewöhnliche Variante, mit der die Gäste noch länger vorliebnehmen müssen. „Durch die derzeit für die Gastronomie geltende Zwei-Meter-Abstandsregelung könnten wir bestenfalls 38 unser 100 Sitzplätze im Restaurant belegen. Wir warten daher mit der Wiedereröffnung auf weitere Lockerungen“, erklärt der Inhaber. Bei schönem Wetter zöge er jedoch eine Öffnung des Gastgartens in Erwägung.

Restaurant Färber’s

Oswald Grassl

Färbergasse 16, 6850 Dornbirn.

05572 / 21355

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Sonntagsgasthaus Adler, Egg: Boxen für echte Feinschmecker

Durch die Corona-Krise haben wir unser Angebot vollständig auf Delivery umgestellt“, erklärt Irma Renner, Geschäftsführerin des Sonntagsgasthauses Adler in Großdorf, Egg. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
Durch die Corona-Krise haben wir unser Angebot vollständig auf Delivery umgestellt“, erklärt Irma Renner, Geschäftsführerin des Sonntagsgasthauses Adler in Großdorf, Egg. Handout/Privat

Durch die Corona-Krise haben wir unser Angebot vollständig auf Delivery umgestellt“, erklärt Irma Renner, Geschäftsführerin des Sonntagsgasthauses Adler in Egg-Großdorf. „Jeden Sonntag lieferten wir schmackhaft gefüllte Boxen zu den unterschiedlichsten Themen an unsere Gäste aus.“ Beigelegte Anleitungen zum Erwärmen der Speisen eröffnet den Kunden die Freiheit, selbst zu entscheiden, wann zum Sonntags­essen aufgetischt werden soll. Und gute Nachrichten für alle Feinschmecker: „Wir planen, das Angebot in reduziertem Umfang beizubehalten.“

Sonntagsgasthaus Adler

Irma Renner

Großdorf 14, 6863 Egg

0650 / 4563437

E-Mail: office@adler-grossdorf.at / Homepage: www.adler-grossdorf.at

Burgerbar, Bludenz: Burger weiterhin „to go“

TaIn der beliebten BurgerBar in Bludenz wird vorerst weiterhin auf Take Away und Lieferbetrieb gesetzt, wie Geschäftsführer Hylki Sylejmani erklärt. <span class="copyright">Handout/Privat</span>
TaIn der beliebten BurgerBar in Bludenz wird vorerst weiterhin auf Take Away und Lieferbetrieb gesetzt, wie Geschäftsführer Hylki Sylejmani erklärt. Handout/Privat

In der beliebten BurgerBar in Bludenz wird vorerst weiterhin auf Take-away und Lieferbetrieb gesetzt, wie Geschäftsführer Hylki Sylejmani erklärt. „Die Wiedereröffnung unseres Lokals macht für uns unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nur wenig Sinn. Unter Einhaltung der Abstandsregeln könnten wir nur zwölf Personen in unserem doch eher kleinen Betrieb begrüßen.“ Die Auslieferung der Burger-Kreationen habe den Betrieb bereits seit November durch die schwierigsten Finanzlücken in Zeiten der Corona-Krise gebracht. So ist es auch weniger verwunderlich, dass Sylejmani auch in Zukunft weiterhin an diesem Konzept festhalten möchte.

burgerbar

Hylki Sylejmani

Rathausgasse 20, 6700 Bludenz

05552 / 62342

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