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Österreich driftet bei Infektionen auseinander

17.03.2021 • 18:28 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">APA</span>Die Bettenlage in Wien, Burgenland und Niederösterreich könnte zum Problem werden.
APADie Bettenlage in Wien, Burgenland und Niederösterreich könnte zum Problem werden.

In Wiener Spitälern werden Probleme erwartet. Vorarlberger Zahlen rückläufig.

Österreich driftet in der Corona-Entwicklung immer weiter auseinander. Das geht auch aus den aktuellen Prognosen, die die Grundlage für die Beratungen der Corona-Kommission am Donnerstag wie auch für das Treffen der Regierung mit den Landeshauptleuten am kommenden Montag bilden und die der Kleinen Zeitung vorliegen, hervor. Während in Wien, Niederrösterreich, insbesondere im Burgenland die Situation in den Spitälern und Intensivstationen zunehmend besorgniserregend wird, sind die Zahlen in Vorarlberg (Neuinfektionen, Spitäler, Intensivbetten) bis Ende März sogar rückläufig. Nicht ganz so dramatisch wie im Osten Österreichs, aber alles andere als entspannt stellt sich die Lage in Oberösterreich, Kärnten, Steiermark, Tirol dar.

15 bis 30 Prozent der Österreicher bereits immun

Generell blicken die vom Gesundheitsministerium beauftragten Modellrechner mit großer Sorge in Richtung Karwoche und Ostern. In einer Woche, am 24. März, rechnen die Experten bereits mit knapp 3600 Neuinfektionen, die Sieben-Tage-Inzidenz dürfte von heute 210 auf 263 hinaufschnellen. Als „moderierende Faktoren“ werden die Impfungen wie auch die regionalen oder lokalen Quarantäne-Auflagen (Hermagor, Gasteiner Tal, Wiener Neustadt, etc) angeführt. Abhängig von der Dunkelziffer dürften 15 bis 30 Prozent der Bevölkerung bereits immun sein.

Burgenland mit 98 Prozent Mutation

Dass die Entwicklung in den einzelnen Bundesländern „sehr unterschiedlich“ ist, wird einmal mehr festgehalten. So weist Vorarlberg eine Inzident von 61 auf, im Burgenland sind es 349. Im östlichsten Bundesland sind 98 Prozent aller Neuinfektionen auf die Mutation zurückzuführen, in Tirol und in Vorarlberg haben die Varianten noch immer nicht die Oberhand gewonnen.

Intensivstation bald zu 25 Prozent mit Covid-Erkrankten

Bis Monatsende sollte die bundesweite Bettenbelegung auf den Intensivstationen von 395 auf 515 (25 Prozent der Gesamtkapazitäten) anwachsen, auf den Normalstationen von 1438 auf 1845. Im Burgenland, in Niederösterreich und in Wien sind bereits zum heutigen Zeitpunkt mehr als Drittel der Betten mit Covid-Erkrankten gefüllt. Im Laufe des letzten Monats hat sich die Anzahl der behördlich angeordneten PCR- und Antigentests auf einem hohen Niveau von rund 250.000 Tests/Tag stabilisiert, heißt es in der Prognose. Der Anstieg der Fallzahlen sei somit kaum mehr auf die Veränderung des Testregimes zurückzuführen.