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Gastronomie zieht ein positives Fazit

06.04.2021 • 19:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Klaus Hartinger

75 Prozent der Betriebe sind geöffnet und Stimmung ist positiv.

Die Vorarlberger Gastronomie zeigt sich mit der Öffnung vor drei Wochen zufrieden. Anfängliche Skepsis, vor allem was die Abstandsregelung und die Begrenzung der Tische betrifft, scheint sich nun in Wohlwollen aufgelöst zu haben. Zumindest, wenn es nach dem Tourismus-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Markus Kegele geht.

„Die Öffnung der Vorarlberger Gastronomie ist ein regionales Erfolgsprojekt. Die Zahlen belegen es. Damit ist auch nochmals klargestellt, dass diese Öffnung nichts mit dem Infektionsgeschehen im Land zu tun habe. Die Sicherheitskonzepte in den Betrieben greifen, die Testbereitschaft ist weiterhin enorm hoch und die Eigenverantwortung im Land vorbildlich“, erklärt der Touristiker, der mit der Öffnung seines Hotels noch warten muss.

Die Lokale sind wieder gut besucht. <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Die Lokale sind wieder gut besucht. Klaus Hartinger

75 Prozent geöffnet

Anfänglich war die Bereitschaft der Vorarl­berger Gastronomiebetriebe, auch aufgrund der Kurzfristigkeit der Bestimmungen und der hohen Auflagen an Änderungen, nur bedingt vorhanden. In der ersten Woche hatten rund 50 Prozent der Betriebe ihre Türen für Gäste geöffnet. Diese Zahl wurde nun nach drei Wochen deutlich nach oben korrigiert. Mittlerweile haben 75 Prozent der Betriebe wieder geöffnet.

„Dafür gebührt den Gastronomen, ihren Mitarbeitenden und auch den Gäs­ten ein dickes Lob. Sie alle beweisen große Eigenverantwortung und Durchhaltevermögen. Vorarlberg hat dadurch wieder enorm an Lebensqualität gewonnen“, sagt Kegele.

Tourismus-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Markus Kegele. <span class="copyright">WKV</span>
Tourismus-Spartenobmann der Wirtschaftskammer Markus Kegele. WKV

Die Öffnungen waren aber mitunter ein großer Kraftakt vonseiten der Gastronomen zu bewältigen, auch das Risiko, dass die Gäste ausbleiben würden, war natürlich gegeben. Mittlerweile fällt das Fazit positiv aus und die Gastronomen sehen sich auch ihrer Kundschaft verpflichtet. „Wir wollen eben Gastgeber sein, das ist unsere Leidenschaft“, bestätigt Mike Pansi, Obmann der Fachgruppe Gastronomie.

Obmann der Fachgruppe Gastronomie Mike Pansi. <span class="copyright">WKV</span>
Obmann der Fachgruppe Gastronomie Mike Pansi. WKV

„Da das Virus uns noch länger begleiten wird, müssen wir also einen praktikablen Weg finden, damit zu leben. Wir haben einen gangbaren Weg schon mal vorgezeigt.“ Man sei Teil der Lösung und nicht des Problems und könne daher als Partner in dieser Krise agieren.
Als positiven Nebeneffekt sieht die Branche die hohe Bereitschaft der Bevölkerung, sich tes­ten zu lassen. So würden sich viele Menschen für einen Restaurantbesuch einem Testunterziehen und die Gastronomie trage somit zusätzlich zur Bekämpfung der Pandemie bei.

Gute Zusammenarbeit

Grundsätzlich sind die Spartenvertreter voll des Lobes für die heimische Politik. Sowohl der Aufbau der Testkapazitäten, aber auch der Umgang in den Verhandlungen zur Öffnung und Weiterentwicklung der Strategien sei positiv gewesen. „In vielen Gesprächen wurde das respektvolle Miteinander zwischen Politik und Branche aufgebaut. Sowohl das Land als auch die Betriebe haben sich extrem gut auf diese Situation vorbereitet. Das Zusammenspiel funktioniert“, dankt Kegele.

Die Betriebe wüssten mit der Verantwortung umzugehen, weshalb nun auch die Öffnung der Hotellerie als nächster Schritt gedacht werden müsse. Die Öffnung der Gastronomie sollte dabei ein Vorbild sein, an dem man sich orientieren sollte, erklärt Kegele.

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