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Autofahrer: „Ihr werdet alle sterben“

08.04.2021 • 20:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
<span class="copyright">Symbolbild/Hartinger</span>
Symbolbild/Hartinger

Teilbedingte Geldstrafe für Angeklagten, der Lenker bedroht hat.

Die vom Gericht festgestellte Straftat wurde im Straßenverkehr begangen. Demnach hat der angeklagte Autofahrer das Vergehen der gefährlichen Drohung begangen. „Ihr werdet alle sterben“, hat der aufgebrachte 27-Jährige nach Ansicht des Richters am 8. August 2020 nach einer Verfolgungsfahrt in Dornbirn zu einem anderen Pkw-Lenker gesagt.

Die Äußerung wertete Richter Christoph Stadler bei der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch aufgrund der Gesamtumstände bei dem Vorfall weder als sachliche Information über die Endlichkeit des Lebens noch als Morddrohung, sondern, wie von Staatsanwalt Simon Mathis im Strafantrag angeklagt, als Drohung mit einer Körperverletzung..

Drei Jahre Probezeit

Dafür wurde der selbstständig erwerbstätige Angeklagte mit gutem Einkommen zu einer teilbedingten Geldstrafe von 5800 Euro (160 Tagessätze zu je 35 Euro) verurteilt. Davon beträgt der unbedingte, dem Gericht zu bezahlende Teil 2800 Euro (80 Tagessätze). Die anderen 2800 Euro wurden für eine Probezeit von drei Jahren auf Bewährung bedingt nachgesehen. Das milde Urteil ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen. Wäre das Gericht von einer sogenannten qualifizierten Drohung mit dem Tod ausgegangen, hätte die Strafdrohung bis zu drei Jahre Gefängnis ausgemacht.

Mehrmals dicht aufgefahren

Angeblich fühlte sich der angeklagte Pkw-Lenker während der Fahrt durch Gesten aus einem der beiden Autos der Familie des Widersachers provoziert. Jedenfalls folgte der im Unterland lebende Kroate den zwei Fahrzeugen. Dabei sei er mehrmals dicht aufgefahren, heißt es im Strafantrag der Staatsanwaltschaft. Nach dem Anhalten habe sich der gebürtige Dornbirner nahe vor einen der beiden anderen Autofahrer platziert und ihn mit der angeklagten Äußerung gefährlich bedroht. Dabei habe er ihm eindringlich in die Augen geblickt.

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