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Händler betrog Unternehmen

14.04.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Der Prozess fand am Landesgereicht Feldkirch statt. <span class="copyright">Hartinger</span>
Der Prozess fand am Landesgereicht Feldkirch statt. Hartinger

Geldstrafe und bedingte Haftstrafe für 32-Jährigen.

Beim Verkauf von gebrauchter Software um 87.000 Euro hat der dazu geständige Softwarehändler nach Ansicht der Richter ein großes Vorarl­berger Unternehmen betrogen. Denn er hat vorgetäuscht, die Software stamme von einem bestimmten Handelsunternehmen für Gebrauchtsoftware und sei von einem großen US-Hersteller lizenziert.

Dafür wurde der unbescholtene Softwarehändler mit dem Monatseinkommen von 3600 Euro am Mittwoch am Landesgericht Feldkirch zu einer bedingten, nicht zu verbüßenden Haftstrafe von drei Monaten und einer unbedingten, dem Gericht zu bezahlenden Geldstrafe von 10.800 Euro (360 Tagessätze zu je 30 Euro) verurteilt. Der Schuldspruch erfolgte wegen schweren Betrugs und Urkundenfälschung.

Hauptvorwurf

Im Zweifel freigesprochen wurde der von Daniel Wolff verteidigte Angeklagte hingegen vom Hauptvorwurf. Die Richter waren nicht davon überzeugt, dass der 32-Jähriges mit dem Verkauf von gebrauchter Software auch eine Wiener Firma betrogen hat, um 302.000 Euro. Der gerichtlich bestellte Software-Sachverständige hielt es für möglich, dass der Angeklagte in Wien gebrauchte Software mit gültigen Nutzungsrechten verkauft hat.

Das Urteil des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richter Georg Furtschegger, das der Angeklagte annahm, ist nicht rechtskräftig, denn Staatsanwältin Sarah Maria Haugeneder nahm drei Tage Bedenkzeit in Anspruch. Die mögliche Höchststrafe wäre drei Jahre Gefängnis gewesen. Die verhängte kombinierte Strafe entspricht neun Monaten Haft.

Zurückbezahlt

Dem betrogenen Vorarlberger Unternehmen hat der Innerösterreicher auch eine gefälschte Rechnung des von ihm angegebenen Lieferanten für Gebrauchtsoftware und eine gefälschte Lizenzbestätigung des US-Herstellers vorgelegt. Der Angeklagte hat den Kaufpreis inzwischen zurückbezahlt. Die Software ist nach Angaben der Vorarlberger Firma jedoch funktionsfähig und weiterhin in Verwendung.

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