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Vorarlberg bleibt das teuerste Pflaster

15.04.2021 • 09:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Bregenz ist bei Eigentumswohnungen die teuerste Landeshauptstadt.

Anhaltend niedrige Zinsen und die Verunsicherung durch die Corona-Pandemie haben im vergangenen Jahr österreichweit zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Eigentumswohnungen geführt, insbesondere bei Anlegern. Die Preise legten 2020 erneut zu, wenngleich der Anstieg mit 4,3 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag. Im Fünfjahresvergleich zogen die Preise für Eigentumswohnungen über ein Viertel (26,1 Prozent) an, im Zehnjahresvergleich sogar um 70 Prozent.

Teures Ländle

Am teuersten waren Wohnungen im Vorjahr in Vorarlberg mit einem Quadratmeterpreis von 4436 Euro, dahinter folgten Wien (4186 Euro), Salzburg (4026 Euro) und Tirol (4014 Euro). Am billigsten waren die Quadratmeterpreise im Burgenland mit 2341 Euro, vor der Steiermark mit 2525 Euro und Kärnten mit 2803 Euro. In der Mitte fanden sich Ober- und Niederösterreich mit jeweils 2981 Euro pro Wohnungsquadratmeter. In allen Bundesländern zogen die Preise 2020 an. Die Bandbreite erstreckte sich laut Remax ImmoSpiegel von +1,3 Prozent (Salzburg), +2,4 Prozent (Wien) bis +12,7 Prozent (Vorarlberg) und +20,9 Prozent (Burgenland).

Eigentumswohnungen

Teuerste Bezirke: Wien 1, Kitzbühel, Wien 4, 19, 8, 18, 13, 9, Bregenz, Wien 7 und Dornbirn

Teuerste Bundesländer: Vorarlberg vor Tirol, Salzburg und Wien

Teuerste Landeshauptstädte: Bregenz vor Innsbruck vor Salzburg

Wohnungspreise im Fünfjahresvergleich: Österreich: + 26 %

Burgenland: + 47 %

Vorarlberg: + 45 %

Wien: + 21 %

Kärnten: + 18 %

Eigentum in Vorarlberg boomt

Absolut wie relativ den höchs­ten Zuwachs an neuen Wohnungseigentümern verzeichnete im Vorjahr Oberösterreich. In Summe wurden 6491 neue Wohnungen verbüchert, ein Plus von fast zehn Prozent. Auch in Vorarlberg, Wien und der Steiermark wurden im vergangenen Jahr mehr Wohnungen verkauft als 2019. Im Burgenland, in Salzburg, Kärnten, Niederöster­reich und Tirol gab es hingegen weniger neue Wohnungseigentümer. In ganz Österreich wurden im Vorjahr 50.386 Eigentumswohnungen gekauft, nach 49.832 im Jahr 2019. Die größten Wohnungen wurden in Ober­österreich (74,7 m²), Vorarlberg (73,2 m²) und in Tirol gehandelt (73,0 m²), die kleinsten in Wien (62,8 m²), in der Steiermark (67,9 m²) und in Salzburg (68,4 m²).

Preisdruck

Österreichweit gesehen bezahlte ein Viertel aller Wohnungskäuferinnen und -käufer maximal 138.000 Euro pro Wohnung. Die Preissteigerung in diesem Segment lag bei 6,2 Prozent. Das oberste Viertel bezahlte im Schnitt 295.000 Euro, um 3,9 Prozent mehr als 2019. „Es ist schon sehr bedenklich, wenn die Wohnungspreise in absoluten Zahlen oben wie unten fast gleich schnell steigen“, räumte Remax-Experte Anton Nenning ein. Der Preisdruck sei nachfragegetrieben von Menschen, die in eher kleineren Wohnungen als Single leben wollen oder müssen, oder tendenziell kleinere Wohnungen als Anlageform kaufen.

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