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Raddiebt scheiterte: Zehn Monate Haft

19.04.2021 • 20:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Prozess am Landesgericht Feldkirch. <span class="copyright">Symbolbild Hartinger</span>
Prozess am Landesgericht Feldkirch. Symbolbild Hartinger

Strafe fiel streng aus, weil Angeklagter Vorstrafen hat.

Der missglückte Raddiebstahl hat dem Angeklagten eine zu verbüßende Haftstrafe eingetragen. Wegen des Vergehens des versuchten Einbruchsdiebstahls wurde der Vorbestrafte am Montag am Landesgericht Feldkirch zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Auf frischer Tat ertappt

Nach Ansicht der Richterin hat der Angeklagte am 15. Dezember 2019 in Dornbirn versucht, einer Frau ein E-Mountainbike zu stehlen. Dabei ist er nach den gerichtlichen Feststellungen von zwei Frauen auf frischer Tat ertappt worden. Bis dahin hatte der Mann laut Urteil bereits mit einem Bolzenschneider das Fahrradschloss aufgebrochen. Demnach hatte er zudem schon Teile des von ihm zerlegten Fahrrads in seinem Fahrzeug verstaut. Die Strafe fiel streng aus, weil der Angeklagte bereits mit mehreren Vorstrafen belastet ist. Zudem wurde die Tat nicht nur als versuchter Diebstahl gewertet, sondern wegen des aufgebrochenen Schlosses als versuchter Diebstahl durch Einbruch. Dafür sieht das Strafgesetzbuch bis zu drei Jahre Gefängnis vor.

Zusatzstrafe

Bei der Sanktion handelt es sich um eine Zusatzstrafe. Denn heuer ist über den Angeklagten am Bezirksgericht Bregenz wegen einer anderen Straftat eine Freiheitsstrafe von zwei Monaten verhängt worden. Darauf hatte die Richterin des Landesgerichts am Montag bei der Strafbemessung Rücksicht zu nehmen. Sie musste dabei die Frage beantworten, welche Strafe angemessen gewesen wäre, wenn im Jänner auch schon über den gescheiterten Raddiebstahl verhandelt worden wäre.

In Abwesenheit verurteilt

Der Angeklagte ist zur Hauptverhandlung am Landesgericht unentschuldigt nicht erschienen. Der Prozess fand in seiner Abwesenheit statt. Dafür lagen die gesetzlichen Voraussetzungen vor. Vor der Polizei hatte der Beschuldigte keine Angaben zum Tatvorwurf gemacht. Die Richterin durfte der Geschädigten keinen Schadenersatz zusprechen, weil der abwesende Angeklagte dazu nicht befragt werden konnte.

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