Allgemein

Spitäler reagieren und stocken Kapazitäten auf

22.04.2021 • 20:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Es gibt nun sieben Plätze auf den Intensivstationen mehr. <span class="copyright">Symbolbild/APA</span>
Es gibt nun sieben Plätze auf den Intensivstationen mehr. Symbolbild/APA

Vorarlberg erhöht die Anzahl der Intensivbetten von 52 auf 59. Zahl der Patienten aber dennoch stabil.

Vorarlberg ist Modellregion und hat als einziges Bundesland in Österreich die Gastronomie geöffnet. Ebenso sind Veranstaltungen mit bis zu 100 Personen wieder erlaubt. Möglich macht dies eine hohe Anzahl an Testungen, die als Voraussetzung für die Inanspruchnahme des Angebots gelten, sowie ein strenges Sicherheits- und Hygienekonzept. Trotz der Vorsichtsmaßnahmen stieg die Sieben-Tages-Inzidenz in Vorarl­berg rapide an, was allerdings sowohl von den politischen Verantwortlichen als auch dem medizinischen Fachpersonal als bedrohlich eingestuft wurde. Im Prinzip sind sich Politik und Medizin einig, dass die Belegung der Intensivbetten und die Auslastung in den Spitälern als wichtigste Prämisse für den Erfolg der Modellregion ausschlaggebend ist.

Warnsystem

Ein Trend ist für die Medizinier früh erkennbar, wie Wolfgang List kürzlich im Interview mit der NEUE am Sonntag bestätigte. “Es gibt ein Warnsystem, denn die Patienten erkranken, und dann dauert es sieben bis zehn Tage, bis sie hospitalisiert werden. Das gibt ein bisschen Vorlauf und Spielraum, um zu reagieren, erklärte der Intensivkoordinator des Landes und bereichsleitende Oberarzt der Intensivstation des LKH Feldkirch.
Wie die Krankenhausbetriebsgesellschaft nun mitteilte, ist eine solche Reaktion nun erfolgt. Die Kapazitäten der Intensivstationen wurden aufgestockt. Derzeit befinden sich elf Menschen Corona-bedingt in intensivmedizinischer Behandlung. Zum Zeitpunkt des Interviews mit List am 9. April, sprich vor zwei Wochen, waren es neun.

Intensivmediziner Wolfgang List. <span class="copyright">Hofmeister/VLK</span>
Intensivmediziner Wolfgang List. Hofmeister/VLK

Trotz der geringen Steigerung scheinen die Mediziner aber einen Wachtumstrend ausmachen zu können. Nach der Aufstockung stehen 59 Intensivbetten und somit um sieben mehr als zuletzt in Vorarlberg zur Verfügung. „Da die Belegung auf den Intensivstationen etwas zugenommen hat, wurden als Vorsichtsmaßnahme die ICU-Kapazitäten erhöht. Im Bedarfsfall können die Vorarlberger Spitäler die intensivmedizinische Versorgung stufenweise auf maximal 104 Beatmungsplätze aufstocken“, lautet die Argumentation der Krankenhaus-Betriebsgesellschaft.

23 Betten noch frei

Neben den Covid-Patienten werden Intensivbetten auch für andere Notfälle benötigt. Der Beginn der Motorradsaison und anderer risikobehafteter Freizeitaktivitäten schlagen sich ebenfalls in den Überlegungen der Verantwortlichen nieder. Aktuell werden 25 Nicht-Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut. Somit sind nach der Aufstockung noch 23 Intensivbetten für alle Patientengruppen verfügbar.

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.