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Die Volksschulen zum Klingen bringen

29.04.2021 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Symbolbild/vol.at

Kultur- und Bildungsausschuss für elementare Musikpädagogik.

Vorlagen der Landesregierung sowie ein Antrag der Regierungsparteien standen am Mittwoch in den Ausschusssitzungen im Landtag auf der Tagesordnung. Beschlossen wurden zwei Gesetzesänderungen sowie die Stärkung der elementaren Musikpädagogik. Letztere erfolgte nach einem gemeinsamen Antrag von ÖVP und Grünen im Kultur- und Bildungsausschuss. Konkret sollen dabei Volks- und Musikschulen in diesem Bereich noch enger zusammenarbeiten. Geschehen soll dies „in Form eines Tandem-Unterrichts mit Lehrenden an Volks- und Musikschulen“, heißt es in dem Antrag. Auf diese Weise soll möglichst jedem Vorarlberger Schulkind gratis ein Zugang zu künstlerischer Entfaltung angeboten werden. Die Mehrkosten für das neue Unterrichtsmodell werden vom Land übernommen. Der Antrag wurde im Ausschuss einstimmig angenommen.

ÖVP-Kunst- und Kultursprecher Christoph Thoma ist ausgebildeter Musikpädagoge.<span class="copyright"> Hartinger</span>
ÖVP-Kunst- und Kultursprecher Christoph Thoma ist ausgebildeter Musikpädagoge. Hartinger

Es gehe darum, den Mädchen und Buben eine niederschwellige Möglichkeit zur Entfaltung zu bieten, erklärte ÖVP-Kunst- und Kultursprecher Christoph Thoma, der auch ausgebildeter Musikpädagoge ist. Er hatte den Antrag gemeinsam mit Parteikollegin und Ausschussobfrau Veronika Marte sowie Kultursprecher Bernie Weber und Bildungssprecherin Eva Hammerer vom grünen Koalitionspartner eingebracht. Thoma hofft, dass mit der Initia­tive „unsere Volksschulen im wahrsten Sinne des Wortes zum Klingen“ gebracht werden. Der Unterricht soll ganzheitlich und prozessorientiert erfolgen, wobei Musik, Bewegung, Stimme sowie Sprache in Beziehung und Wechselwirkung zueinander treten.

Bernie Weber sitzt nicht nur für die Grünen im Landtag, er ist auch als Musiker aktiv. <span class="copyright">Lerch</span>
Bernie Weber sitzt nicht nur für die Grünen im Landtag, er ist auch als Musiker aktiv. Lerch

Wie es im Antrag heißt, soll durch die Maßnahme auch die kulturelle Bildung gestärkt werden. Immerhin diene diese der Persönlichkeitsentwicklung und sei zugleich ein wesentlicher Aspekt der Allgemeinbildung. Nicht zuletzt sei der Zugang zu kultureller Bildung auch ein allgemeingültiges Menschenrecht. Die Initiative passt aus Sicht der Antragsteller auch zum Ziel des Markenprozesses, Vorarlberg bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen.

Gesetzesnovellen

Im Rechtsausschuss befassten sich die Abgeordneten mit zwei Vorlagen der Landesregierung zur Änderung des Gesetzes zum Schutz der Bodenqualität sowie des Bauproduktegesetzes. Das Bodenschutzgesetz ist am 1. Jänner 2019 in Kraft getreten. Im Vollzug habe sich aber gezeigt, dass es Änderungsbedarf gibt. Einerseits wurde bei den Ausnahmen zur Ausbringung von Senkgrubeninhalten Alp-, Vor- und Maisäßgebäude zu wenig berücksichtigt. Andererseits gibt es nun auch Erleichterungen für Schweizer Landwirte, die etwa Gülle auf ihren Flächen in Vorarl­berg ausbringen wollen.

Neue EU-Vorgaben

Die Änderungen im Bauproduktegesetz sind vor allem auf neue Regelungen seitens der EU zurückzuführen. Die Bestimmungen im Vorarlberger Gesetz werden nun dementsprechend angepasst. Ebenso wird im Zuge der Novelle der Gesetzestext geschlechtsneutral formuliert.

Nicht zuletzt gab es in den Ausschüssen auch Berichte der Vorarlberger Bundesräte sowie Diskussionen zum Tätigkeitsbericht des Tiergesundheitsfonds sowie zum Strategiepapier Sozialfonds.