Allgemein

Österreichs Handballer fahren zur EM

02.05.2021 • 19:59 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lukas Hutecek und das Österreichische Nationalteam fahren zur EM
Lukas Hutecek und das Österreichische Nationalteam fahren zur EM APA/ERWIN SCHERIAU

Rot-weiß-rotes Handball-Nationalteam besiegte Bosnien mit 27:23.

Der Sportpark in Graz war zwar beinahe leer, er kochte aber trotzdem. Als die Schlusssirene ertönt war, lagen einander Österreichs Handballer in den Armen und jubelten über einen 27:23 (15:11)-Sieg in der EM-Qualifikation über Bosnien-Herzegowina. Der Sieg bedeutet die Teilnahme an der EM 2022 in Ungarn und der Slowakei und ist nach der WM-Qualifikation der Damen das nächste Großrunden-Ticket im österreichischen Handball binnen kurzer Zeit.

Österreich war im Grazer Sportpark zum Siegen verpflichtet, um auf den EM-Zug aufspringen zu können. „Der Druck war groß. Aber wir haben das Spiel 60 Minuten lang kontrolliert“, sagte Österreichs Teamchef Ales Pajovic, der darüber auch „zugegeben überrascht“ war. Bosnien eröffnete das letzte Qualifikationsspiel mit einem Angriff, verlor aber gleich den Ball – eine Situation, die symptomatisch für den ganzen Spielverlauf war: Österreichs Deckung glänzte, der Angriff hingegen ließ sich von der aggressiven Verteidigung der Gegner nicht außer der Ruhe bringen – ganz im Gegensatz zu den Gästen, die an der rot-weiß-roten Deckung scheiterten. Binnen weniger Minuten war ein Vorsprung hergestellt, den Kapitän Gerald Zeiner und Co. geschickt verwalteten.

„Jeder wusste, um was es geht“, sagt der 32-Jährige, „aber wir haben uns nicht durcheinanderbringen lassen“. Schon gar nicht Golub Doknic: Der 39-jährige Hard-Tormann stellte mit seinen Paraden sein Gegenüber, Weltklasse-Tormann Benjamin Buric von Flensburg-Handewitt (GER), in den Schatten.

Das T-Shirt mit dem Aufdruck „Euro 2022“ passte dem Teamchef schließlich glänzend. Ob Pajovic jetzt schon ungarisch oder slowakisch lernt? „Nein“, sagt der Ex-Graz-Trainer und lachte, „ich bleibe bei der Handballer-Sprache.“ Und in dieser freute sich Pajovic: „Die Jungs haben sich das verdient. Die Deckung war heute überragend. Sie haben 60 Minuten lang gekämpft.“

Du hast einen Tipp für die NEUE Redaktion? Schicke uns jetzt Hinweise und Bilder an redaktion@neue.at.