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Bäderbetreiber fischen noch im Trüben

06.05.2021 • 20:00 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Am 19. Mai soll der Startschuss in den Freibädern fallen. <span class="copyright">Hartinger</span>
Am 19. Mai soll der Startschuss in den Freibädern fallen. Hartinger

Die Verantwortlichen warten noch auf Regeln zur Öffnung am 19. Mai.

Vor genau zwei Wochen wurden von der Bundesregierung in Wien Öffnungsschritte ab dem 19. Mai angekündigt – sehr zur Freude der Verantwortlichen in unterschiedlichsten Branchen. Bei manchen, wie etwa den Betreibern der Freibäder, hat sich seitdem jedoch Ernüchterung eingestellt. Denn konkrete Vorgaben, welche Regeln bei der Öffnung gelten, gibt es immer noch nicht.

Konkrete Regeln noch unklar

Bisher liegt lediglich ein vierseitiges Dokument vor, auf dem die ab 19. Mai gültigen Maßnahmen in verschiedensten Branchen stichwortartig aufgelistet sind. Darunter sind auch die Freizeitbetriebe, zu denen die Freibäder gehören. Was nun aber konkret in den Schwimmbädern gelten wird und wie die genauen Regelungen aussehen, ist noch unklar.

Walgaubad-Geschäftsführer Oliver Tschabrun hofft, dass die Regeln nicht zu streng ausfallen. <span class="copyright">Stiplovsek</span>
Walgaubad-Geschäftsführer Oliver Tschabrun hofft, dass die Regeln nicht zu streng ausfallen. Stiplovsek

„Es gibt viele Gerüchte und unterschiedlichste Medienberichte, aber noch keine offiziellen Neuigkeiten“, berichtet am Donnerstag Oliver Tschabrun, Geschäftsführer des Walgaubads in Nenzing. Er steht mit anderen heimischen Bäderverantwortlichen sowie den Zuständigen in der Wirtschaftskammer in Kontakt, aber auch sie wissen nicht mehr. Es werde gemunkelt, dass es vielleicht heute Neuigkeiten aus Wien geben könnte.

Höherer Personalaufwand

Tschabrun geht davon aus, dass es auch in den Freibädern Zutrittstests geben wird und nur hinein darf, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Ebenso ist für ihn auch denkbar, dass eine Registrierungspflicht vorgeschrieben wird. Wünschen würde er sich allerdings, dass keine der beiden Regelungen in den Freibädern zur Anwendung kommt. Denn für die Betreiber wäre diese mit einem deutlich höheren Personalaufwand verbunden. Schließlich müsste dann am Eingang nicht nur der Ticketverkauf bewältigt, sondern auch die Zutrittskontrollen abgewickelt werden. Gerade an Spitzentagen, wenn zahlreiche Menschen die Abkühlung im Freibad suchen, könnte dies problematisch werden, meint Tschabrun. Schlussendlich werde man sich aber auf die Regelungen einstellen müssen, egal, wie diese aussehen.

Konzept in der Praxis erproben

Positiv ist dabei aus Sicht des Geschäftsführers, dass die Öffnung am 19. Mai auf einen Mittwoch fällt. Damit dürfte sich der Andrang zu Beginn in Grenzen halten. Auf diese Weise habe man die Möglichkeit, die Abläufe mit weniger Besuchern zu testen. Zwar werde ein Konzept erarbeitet, wenn die genauen Regelungen vorlägen. Allerdings sehe man immer erst in der praktischen Umsetzung, ob auch alles so funktioniere wie geplant.

Saisonkartenverkauf gut angelaufen

Das Team im Walgaubad ist für die neue Saison gerüstet und am 19. Mai werden auf jeden Fall die Pforten geöffnet. Die Sonnenhungrigen und Wasserratten sind ebenfalls schon heiß auf die Öffnung. So ist der Saisonkartenverkauf im Walgaubad gut angelaufen. Zudem wird der Geschäftsführer mit Anfragen zur Öffnung regelrecht bombardiert.

Alexander Fritz ist bei den Bregenzer Stadtwerken für die Bäder verantwortlich. <span class="copyright">Vol.at</span>
Alexander Fritz ist bei den Bregenzer Stadtwerken für die Bäder verantwortlich. Vol.at

Ähnlich stellt sich die Lage in Bregenz dar, wie Alexander Fritz berichtet, der bei den Stadtwerken für die Bäder zuständig ist. Ohne viel Werbung wurden bisher nur leicht weniger Saisonkarten verkauft als in einem normalen Jahr. Im Strandbad sind die Vorbereitungen für den Saisonstart am 19. Mai abgeschlossen. Unklar ist, ob an diesem Termin das Hallenbad und die Sauna ihre Pforten öffnen. Dies werde von den gültigen Regeln abhängen und ob sich eine Öffnung überhaupt rentiere, erläutert Fritz. Erst dann werde man im Hallenbad mit den Vorbereitungen starten und die Becken befüllen. Dies nehme drei Tage in Anspruch, weswegen Fritz darauf hofft, bald Klarheit zu haben.

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