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Sanlight leuchtet bald in Schruns

06.05.2021 • 20:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Leuchtenbauer Sanlight übersiedelt 2022 von Bludenz nach Schruns. Sechs Millionen Euro werden investiert – Geschäft mit Belichtungsanlagen für Pflanzenzüchter boomt.  <span class="copyright">SANLIGHT</span>
Leuchtenbauer Sanlight übersiedelt 2022 von Bludenz nach Schruns. Sechs Millionen Euro werden investiert – Geschäft mit Belichtungsanlagen für Pflanzenzüchter boomt. SANLIGHT

Leuchtenbauer übersiedelt 2022 von Bludenz nach Schruns.

Der Leuchtenbauer Sanlight GmbH mit derzeitigem Sitz in Bludenz wird aller Voraussicht nach im Sommer 2022 an seinen neuen Firmenstammsitz in Schruns übersiedeln. Denn bis dorthin soll ein geplanter Neubau fertiggestellt sein. Das erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Martin Anker im Gespräch mit der Wirtschaftspresseagentur.com. Gegenwärtig laufen die Behördenverfahren. Im besten Fall sollen die Bauarbeiten diesen Sommer starten.

Von Bludenz nach Schruns

SANlight Firmenzentrale Schruns, Rendering; Querformat Architekten <span class="copyright">SANLIGHT</span>
SANlight Firmenzentrale Schruns, Rendering; Querformat Architekten SANLIGHT

Der neue Firmenstammsitz wird auf einem etwa 2500 Quadratmeter großen Grundstück direkt an der Montafoner Straße (L 188) in Schruns errichtet. Das Gebäude mit Keller, Erdgeschoss und Obergeschoss für Produktions-, Lager- und Büroflächen verfügt über eine Nutzfläche von rund 3500 Quadratmeter. Das Investitionsvolumen für das Gesamtprojekt beziffert Anker mit rund sechs Millionen Euro. Der GU-Auftrag erging an i+R Schertler. Nach der Fertigstellung übersiedelt Sanlight nach Schruns. Der Standort Bludenz wird aufgelassen.

Anker begründet den Neubau einerseits mit der Notwendigkeit nach mehr Platz aufgrund des Wachstums des Unternehmens. So werde der Neubau über die doppelte Nutzfläche verfügen. Andererseits wolle das Unternehmen nach den Erfahrungen in der Pandemie seine Lagerkapazitäten vor Ort deutlich ausbauen. „Wir haben gesehen, wie schnell die Materialbeschaffung bei geschlossenen Grenzen oder Produktionsunterbrechungen bei Zulieferern kritisch werden kann. Deshalb wollen wir zukünftig über ein Lagervolumen verfügen, das uns über längere Zeit die Aufrechterhaltung der eigenen Produktion erlaubt, auch wenn der Nachschub ausbleibt.“

„Wir brauchen mehr Platz und wollen unsere Lagerkapazitäten vor Ort deutlich ausbauen.“

Martin Anker, Firmengründer

Die Wurzeln von Sanlight reichen in das Jahr 2012 zurück. Der Fokus des Unternehmens mit 28 Mitarbeitern liegt auf der Entwicklung und Herstellung von LED-Belichtungssystemen für Pflanzenzüchter. Das reicht vom professionellen, gewerblichen Gewächshausbetreiber und Indoor-Produzenten von medizinischem Cannabis bis hin zu Urban-Farming-Fans oder Hobby-Orchideenzüchter. Der Vertrieb erfolgt über rund 600 Handelspartner. Der Exportanteil liegt bei rund 80 Prozent, der Kernmarkt befindet sich in Europa. Von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie-Maßnahmen ist Sanlight bislang auf der Vertriebsseite nicht betroffen. So rechnet Anker im Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatz von rund 15 Millionen Euro. Das würde einem Plus von etwa 50 Prozent entsprechen. Das hänge allerdings nicht unmittelbar mit der besonderen Situation während der Pandemie zusammen. „Schon in den Jahren davor hatten wir ähnliche Wachstumssprünge, denn der Markt für solche Belichtungssysteme wächst.“

Was jedoch als Auswirkung der Pandemie-Maßnahmen immer deutlicher spürbar werde, seien die Probleme auf der Zuliefererseite. So werde das Ausgangsmaterial für bestimmte Produkte derzeit mitunter knapp.

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