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Wieder ungehinderte Ausreise

11.05.2021 • 20:08 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
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Hartinger

Die Ausreisekontrollen aus dem Bregenzerwald und dem Rheindelta wurden aufgehoben.

Die Corona-Ausreisetestpflicht für den Bregenzerwald und das Rheindelta ist zu Mitternacht ausgelaufen. Die Sieben-Tage-Inzidenz zeigt in beiden Regionen eine deutliche Tendenz nach unten, berichtete Landeshauptmann Markus Wallner: „Im Bregenzerwald war die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei 128. Das heißt, die Maßnahmen haben gegriffen.“ Auch im Rheindelta galt seit vergangenem Mittwoch, 4. Mai, eine Ausreisetestpflicht. Auch hier zeige die Sieben-Tage-Inzidenz eine klar sinkende Tendenz, was die Öffnung trotz einer aktuellen Inzidenz von 200 dennoch rechtfertigte: „Die zuständigen Behörden und Bürgermeister sind bereits informiert“, wie Wallner in einer Pressekonferenz am Dienstag betont. Zudem wird der kleine Grenzverkehr von Bayern nach Vorarlberg ab Mittwoch wieder möglich sein. Aber: „Bei einer Wiedereinreise kommt die bisherige zehntägige Quarantäne-Regelung zur Anwendung, sofern es sich nicht um eine der bekannten Ausnahmen handelt“, betont Sicherheitslandesrat Christian Gantner. Somit ist nur die ungehinderte Ein- und Ausreise von und nach Deutschland zurück möglich. Man arbeite aber im Gesundheitsministerium bereits an einer Novellierung der Verordnung, wie Gantner ergänzt.

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Landeshauptmann Markus Wallner Hartinger

Modell als Pate

Nach intensiven Gesprächen mit dem Bund wurden am Montag die Öffnungsschritte für den 19. Mai verkündet. „Wir sind auch ein bisschen Pate dieser Entwicklung. Denn das Modell Vorarlberg hat trotz diverser Schwierigkeiten und allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert“, betont der Landeshauptmann. Vor acht Wochen gab es ganz im Westen bereits erste Öffnungsschritte. „Die Entwicklung bei uns im Land ist wieder positiv. Die Inzidenz geht eindeutig nach unten. Aber wir haben vor allem auch auf die Auslastung der Intensivbetten geachtet. Und diese Lage ist über Wochen sehr stabil geblieben“, ergänzt Wallner. Zudem gehe der Reproduktionsfaktor unter eins. Und er bleibe auch unter eins. Das bedeutet, dass das Infektionsgeschehen wieder langsamer wird, so Wallner.

Die Mutation hat sich mittlerweile überall durchgesetzt. Dennoch müsse man vorsichtig und wachsam bleiben. Gerade auch hinsichtlich der Öffnungsschritte und Lockerungen in der kommenden Woche. „Bei uns ist ja schon einiges möglich. In allen anderen Bundesländern geht es von 0 auf 100. Die kommen aus dem Lockdown in die Öffnung. Wir sind da schon etwas weiter“, wie der Landeshauptmann ausführt.

„Das Modell Vorarlberg hat trotz diverser Schwierigkeiten und allen Unkenrufen zum Trotz funktioniert.“

Markus Wallner, Landeshauptmann

Wesentliche Änderungen

Wie bereits berichtet, zählen dazu insbesondere der Wegfall der allgemeinen Ausgangsbeschränkungen, die Ausdehnung der Sperrstunde auf 22 Uhr, die Öffnung von Beherbergungsbetrieben sowie das Hochfahren in Sport, Kultur und der Veranstaltungsbranche. Als Zutrittsberechtigung ist in allen Bereichen der Grüne Pass ausschlaggebend. Das heißt, es gilt „getestet, geimpft, genesen“. Erfreulich ist für Wallner insbesondere, dass künftig auch daheim gemachte, registrierte Selbsttests den Besuch im Gasthaus ermöglichen: „Das hat man uns in der Modellregion noch nicht zugestanden, jetzt haben es die Länder durchgesetzt und übernommen.“ Auch Landesrätin Martina Rüscher zeigt sich erfreut, dass sich der Vorarlberger Weg des kontrollierten Selbsttests österreichweit durchgesetzt hat. „Zu allen anderen Testmöglichkeiten kommt nun noch eine Variante dazu: der Schnelltest vor Ort. Dieser gilt nur für einen einmaligen Eintritt und ist auch nicht registriert.“ Zudem bekommt jeder, der beide Impfungen bereits hat, eine Testbefreiung für neun Monate. Wer nur eine hat, für drei Monate.

Landesrätin Martina Rüscher: "Die Ausreisetest-Kontrollen sind vorerst Geschichte." <span class="copyright">Hartinger</span>
Landesrätin Martina Rüscher: "Die Ausreisetest-Kontrollen sind vorerst Geschichte." Hartinger

Gemeinsam mit dem Burgenland führt Vorarlberg die österreichweite Impfstatistik an. Schon rund 140.000 Personen haben zumindest ihre erste Teil­impfung erhalten. Das sind 42 Prozent der Impfberechtigten. „Gerade die ältere Bevölkerungsgruppe und die Risikopatienten sind mittlerweile gut geschützt“, wie Rüscher ergänzend betont.