Kommentar

Niveaulose Streitereien

13.05.2021 • 08:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

In der Stadt Bregenz rumort es gewaltig. Bei Amtsantritt hat Bürgermeister Michael Ritsch die Zusammenarbeit mit allen Parteien in Aussicht gestellt. Nach nur wenigen Monaten scheint das Tischtuch aber zerschnitten. Vor allem ÖVP und das Team Bregenz des Bürgermeisters können keinen fruchtbaren Boden für eine Zusammenarbeit finden. Auffallend dabei die Verrohung der Kommunikation beider Seiten. Die Gesprächskultur ähnelt eher Kindergartenkindern, die sich um das letzte Eis streiten, als dem argumentativen Austausch gewählter Mandatare. Was über Monate hochkochte, in der vergangenen Stadtvertretung seinen vermeintlichen Höhepunkt fand, wurde nun mit der Musikschul-Diskussion weitergeführt. Dabei geht es nicht um Kritik und Replik. Es ist Aufgabe der Opposition, auch wenn es diese formal in der Bregenzer Stadtvertretung nicht gibt, zu kritisieren und Missstände aufzudecken. Und es ist das gute Recht der Bürgermeisterpartei, sich zu rechtfertigen und die Kritik zu entkräften.

Allerdings bitte auf einem Niveau, das der Verantwortung, Stellung und Aufgabe entspricht. Mit Fakten und Beweisen und nicht mit Diffamierungen und Drohungen. Alle Parteien reklamieren den Anspruch für sich, das Beste für die Zukunft der Stadt zu wollen. Dann wäre es höchste Zeit, die Diskussionskultur an diesen Maßstab anzupassen.

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