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Ende einer Ära: Internet Explorer

20.05.2021 • 17:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Microsoft schickt seinen Internet Explorer in die Pension
Microsoft schickt seinen Internet Explorer in die Pension stock.adobe.com

Microsofts “Internet Explorer” prägte eine neue Technologie maßgeblich.

Das US-Softwareunternehmen Microsoft nimmt im Juni 2022 seinen Web-Browser Internet Explorer vom Netz. Sein anderer Browser Edge sei schneller und sicherer, teilte das Unternehmen mit. Der 1995 veröffentlichte Internet Explorer war mehr als ein Jahrzehnt lang die beliebteste Anwendung für die Internetbenutzung. Heutzutage verwenden 65 Prozent aller Internetnutzer das Konkurrenzprodukt Google Chrome als Hauptbrowser, das seit 2008 verfügbar ist.

Microsoft bietet seit 2015 den Browser Edge an, der mit Chrome, Firefox und dem Apple-Browser Safari konkurrieren soll und zurzeit einen Marktanteil von drei Prozent hat.

Am Anfang stand der “Browser-Krieg”

Die Geschichte des Internet Explorers ist eine, die mit einem Paukenschlag begann. 1995 zettelte Microsoft-Gründer Bill Gates den “Browser-Krieg” gegen Netscape an, nachdem Microsoft Anfang der neunziger Jahre die Bedeutung des Internets zunächst verschlafen hatte. Mit dem eng zusammengeschnürten Paket aus Windows und Internet Explorer wurde Netscape vom Markt gedrängt. Die damalige US-Justizministerin Janet Reno klagte: “Microsoft nutzt sein Monopol auf ungesetzliche Weise, um seine Alleinherrschaft zu verteidigen und zu erweitern.”

Dennoch schaffte Microsoft so eine dominante Position. Die in Wahrheit bis ins Jahr 2016 hielt und erst final aufgebrochen wurde, als zunächst Firefox und dann Googles Chrome stark zulegten. Apples Safari-Browser übernahm schließlich einen großen Anteil der Web-Nutzung auf iPhone und Mac und besiegelte gewissermaßen das Aus des Explorers.

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