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Versunkenes Dorf taucht wieder auf

20.05.2021 • 14:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So kennt man den Reschensee normalerweise
So kennt man den Reschensee normalerweise Edler von Rabenstein – Fotolia

In Südtirol sind Reste eines Dorfes wieder an der Oberfläche erschienen.

Ein Kirchturm, der aus dem Wasser ragt. Dieses Bild des Reschensees in Südtirol ist weltberühmt. 1950 wurden die Dörfer geflutet um einen Speichersee für ein Wasserkraftwerk zu bauen. Seither ist vom Ort nur mehr die Kirchturmspitze zu sehen.


Wegen Instandhaltungsarbeiten wurde Wasser aus dem Reschensee in Graun im Vinschgau abgelassen – es sank so tief, dass Ruinen des 1950 gefluteten Dorfes wieder zum Vorschein kamen, wie es vom Tourismusverein Reschenpass hieß. Die Arbeiten seien über die vergangenen Wochen gelaufen. Den See kennen viele wegen des Kirchturms der versunkenen Pfarrkirche St. Katharina, der aus dem Wasser ragt. Der ungewöhnliche Ort war auch Hauptdrehort der Mystery-Serie “Curon”, wie Graun im Vinschgau auf Italienisch heißt, die im vergangenen Jahr auf Netflix erstmals zu sehen war.

Kirchturm blieb damals aus Denkmalschutzgründen stehen

Bei manchen Ruinen waren noch die Hauswände oder Treppen zu erahnen oder verrostete Bauteile. Vor mehr als einem halben Jahrhundert waren die Dörfer Reschen und Graun geflutet worden, um einen Speichersee für ein Wasserkraftwerk zu bilden. Mehr als 160 Häuser waren damals gesprengt und geflutet worden und die Dorfbewohner mussten umziehen. Nur der Kirchturm aus dem 14. Jahrhundert war aus Denkmalschutzgründen stehen gelassen worden.

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