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Diese Wahlbeteiligung ist ein Armutszeugnis

21.05.2021 • 13:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auch der Ministger hat sich nicht mit Ruhm bekleckert
Auch der Ministger hat sich nicht mit Ruhm bekleckert APA/HERBERT NEUBAUER

Nur 16 Prozent der Stundenten gingen zur ÖH-Wahl.

Zwei Erkenntnisse kann man aus den Ergebnissen der diesjährigen Studentenwahlen (ÖH) ziehen:

Zum einen ist die Wahlbeteiligung von knapp 16 Prozent erschütternd wenig. Da können auch positive Ausreißer wie an der Montanuni (39,9 Prozent!) wenig daran ändern. Mancherorts reden wir von Wahlbeteiligungen von gar nur sechs Prozent, die ÖH veröffentlichte diese Werte erst gar nicht.

Bei allen Hürden wegen Corona, weitgehend geschlossenen Hochschulen, Problemen mit den Wahlkarten:

Überspitzt formuliert, haben sich da die Funktionäre selber gewählt. Unabhängig von der Wahlbeteiligung füllen sie jetzt ihre Mandate. Würde man es aber auf die Sitze umlegen, gäbe es in Wien nur noch 9 Vertreter (statt 55).

Politisch erhielt die türkis-grüne Bundesregierung einen Denkzettel verpasst, insbesondere die VP-nahe Aktionsgemeinschaft. Der große Wahlsieger war die SPÖ-Fraktion VSStÖ.

Vom Minister abwärts, der mit überzogenen Gesetzesvorhaben die eigene Studentenfraktion bloßstellte, über die fehlende Online-Wahlmöglichkeit bis hin zum generellen Desinteresse vieler Studierender an ihrer Vertretung: ein Armutszeichen für viele.