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Weitere Lockerungen im Juni in Aussicht

21.05.2021 • 14:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kurz und Platter in Innsbruck
Kurz und Platter in Innsbruck BUNDESKANZLERAMT/DRAGAN TATIC

Kurz: „Sicherheitsstandards können gesenkt werden.“

Neben der Entscheidung über ein mögliches Ende der Maskenpflicht kommende Woche hat Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) weitere Lockerungen für Juni in Aussicht gestellt. Nach einem Treffen mit Vertretern von Kultur, Vereinen und Tourismus in Tirol meinte er am Freitag bei einem Medientermin in Innsbruck, dass er nun die Zusage machen könne, „dass die Sicherheitsstandards, die wir jetzt noch haben, gesenkt werden können“.

Das Ziel seien Erleichterungen bei „Abstandsregelungen, Quadratmeterbeschränkungen und Sperrstunden“, sagte Kurz. Außerdem soll im Sommer weitgehende Normalität herrschen. „Sobald wir jedem, der das möchte, eine Impfung angeboten haben, hat der Staat seine Aufgabe erfüllt. Dann heißt es wieder zurück zur Normalität, zur Freiheit, zu einem normalen Leben“, kündigte der Kanzler bei einem Besuch in einem neu eröffneten Kaufhaus in der Landeshauptstadt an. Er räumte allerdings ein, dass es weiterhin Bereiche geben werde, die „besonders sensibel“ seien – wie etwa das Gesundheitswesen.

Platter: Ruf nach Lockerungen „sehr verständlich“

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) zeigte sich erfreut über diese Aussichten, denn der Ruf nach Lockerungen – insbesondere bei den Vereinen – sei „sehr verständlich“. Vor allem die Abstandsregelungen seien für das Vereinswesen sehr schwierig. „Ich wünsche mir, dass wir weitere Schritte zusammenbringen“, sagte Platter im Hinblick auf ein geplantes Treffen zwischen Bund und Ländern am kommenden Freitag.

Die Tiroler Schützen, die auch am Gespräch im Landhaus mit Kanzler und Landeshauptmann teilnahmen, kritisierten in einer Aussendung die Maskenpflicht im Freien und die Abstandsregeln. „Das macht ein Ausrücken – in militärischen Formationen – unmöglich“, sagte Landeskommandant Major Thomas Saurer. Vielmehr sollten auch in diesem Bereich die „3G-Regeln“ – also getestet, geimpft oder genesen – gelten.