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Kritik der Grünen an Parkplatz-Sanierung

25.05.2021 • 11:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stadt Dornbirn saniert desolaten Parkplatz zwischen Post und neuer Polizei. <span class="copyright">Roland Paulitsch</span>
Stadt Dornbirn saniert desolaten Parkplatz zwischen Post und neuer Polizei. Roland Paulitsch

Für die Grünen ist das rausgeschmissenes Geld.

Der Umgang der Stadt Dornbirn mit dem Bahnhofsareal ist den Grünen Stadtvertretern schon von jeher ein Dorn im Auge. Ihrer Ansicht nach werden dort die städtebaulichen Chancen nicht optimal. Aktuell erhitzt der Parkplatz zwischen Postgebäude und neuer Polizei das Gemüt der Grünen. Dieser soll nämlich nicht nur asphaltiert, und gestaltet werden. Die Asphaltierung wurde in der jüngsten Stadtratssitzung am 11. Mai gegen die Stimmen der Grünen beschlossen.

Eine Ödnis auf wertvollem Grund

In einer Aussendung der Grünen wird besagte Fläche folgendermaßen beschrieben: Das Dornbirner Bahnhofsquartier ist im Südwesten teils noch eine Ödnis: Eine löchrige Kiesfläche, provisorische Zäune, Müllcontainer. Dabei handle es sich doch um ein wertvolles Areal im städtischen Eigentum. Während für die notwendige städtebaulichen Planungsmaßnahmen des gesamten Areals nur 50.000 Euro vorgesehen waren, will die Stadt jetzt 203.000 Euro das Asphaltieren der Fläche ausgeben.

Rausgeschmissenes Geld

„Das ist ein Schildbürgerstreich und einfach hinaus geschmissenes Geld“, ärgert sich Umweltstadträtin Juliane Alton. Wenn es nach den Grünen ging, dann hätte man das Geld besser in Angebote für Jugendliche oder mehr Personal in den Pflegeheimen genutzt. Der Parkplatz, auf dem auch Bäume gepflanzt und Lampen installiert werden sollen, sei schließlich nur ein Provisorium, welches nur so lange ein Parkplatz bleibt, bis Nutzung und Bebauung geklärt sind.


„Es würde ausreichen, die Fläche einzuebnen und die Pfützen mit Kies zu füllen. Das kostet fast nichts und tut den Dienst für die kurze Zeit auch“, sagt Alton. „Wenn es um Verkehrsflächen geht, gibt es offenbar keine Hemmungen, öffentliches Geld mit vollen Händen auszugeben. Für Klimawandelanpassungmaßnahmen im ganzen Stadtgebiet stünden gleichzeitig nur 180.000 Euro.

Lückenhafte Darstellung

Als lückenhaft bezeichnet der zuständige Stadtrat Julian Fässler (ÖVP) die Aussagen der Grünen. Der Parkplatz sei in einem desolaten Zustand, die Wasserlachen riesig. „Die größte Stadt des Landes begrüßt Zugreisende mit einem dunklen und nassen Vorplatz“, gibt Fässler zu bedenken. Aus diesem Grund sei es richtig, den Parkplatz so zu sanieren, damit er bis zu einer endgültigen Verbauung ordentlich verwendbar sei. Bis zur Verbauung könnten laut Fässler viele Jahre vergehen.

Und ja, es würden Bäume gepflanzt, damit im Sommer ein angenehmes Klima entstehe. Und ja, der Platz würde beleuchtet, um das Sicherheitsgefühl zu steigern. Lediglich die Oberfläche der Fahrbahnen werden asphaltiert, die Parkplätze erhalten eine wassergebunden Schotterdecke. Auch die Abstellplätze für Fahrräder würden in den nächsten Monaten gesteigert, da die Stadt auf den Öffentlichen Verkehr und die sanfte Mobilität setze. Man sei mit den ÖBB im Gespräch.

Klima-Budget

Auch den Vergleich zum Klima-Budget lässt Fässler nicht so stehen. „Die Grünen wissen, dass die Stadt um ein Vielfaches mehr für Klimaschutz ausgibt, als die 180.000 Euro im sogenannten Klimaschutzkonto. Dieses Konto wurde eingerichtet, um flexibel zusätzliche Projekte zu ermöglichen“, verdeutlicht der VP-Stadtrat.