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Noch kein Sommer in Sicht

25.05.2021 • 06:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Symbolhaft für diesen Frühling: vor einigen Tagen am Rohrspitz.   <span class="copyright">Dietmar Stiplovsek</span>
Symbolhaft für diesen Frühling: vor einigen Tagen am Rohrspitz. Dietmar Stiplovsek

Das Wetter bleibt auch in dieser Woche wechselhaft.

Der Jänner war kalt, schneereich und nass. Der Februar war von großen Temperaturunterschieden gekennzeichnet, die laut Wetterring Vorarlberg einen Temperaturunterschied von 33 Grad innerhalb kurzer Zeit erbrachten. Der März war dann wieder verhältnismäßg kühl und der April 2021 avancierte zum kältes­ten seit 24 Jahren – einige Frostnächte in tiefen Lagen inklusive, die dann wieder der Obstblüte schadeten, die heuer aufgrund der Temperaturen eh erst später eingesetzt hatte.

Blick aufs Rheintal am 6. April des heurigen Jahres.                                     <span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Blick aufs Rheintal am 6. April des heurigen Jahres. Klaus Hartinger

Und auch der Mai wird bislang seiner Bezeichnung Wonnemonat alles andere als gerecht. Und das wird sich auch in den nächsten Tagen nicht ändern. „Es gibt in dieser Woche ein ständiges Auf und Ab“, skizziert Josef Lang von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg) in Innsbruck den weiteren Wetterverlauf. Nach dem föhnbedingten milden und eher nassen Wochenstart komme schon heute ein Kaltlufteinbruch.

Unsicheres Wochenende

Am Mittwoch gebe es dann wieder fast zwanzig Grad, am Donnerstag drunter und am Freitag gehe es wieder aufwärts, erklärt der Meteorologe. Rund 23 Grad stellt er da in Aussicht. Wie es am Wochenende ausschaue, lasse sich derzeit hingegen noch nicht genau sagen. Diesbezüglich seien die Prognosen noch eher unsicher, so der Experte.

Meteorologe Josef Lang.     <span class="copyright">ZAMG Innsbruck</span>
Meteorologe Josef Lang. ZAMG Innsbruck

Eines kann Lang aber sagen: Eine stabile Schönwetterlage ist derzeit nicht in Sicht. Die Berechnungen der Meteorologen, die bis Anfang Juni gehen, konkret bis 3./4. Juni, würden nicht auf stabile Lagen hinweisen, erläutert der Experte. Bis über das kommende Monatsende hinaus bleibt das Wetter also weiterhin wechselhaft. Erst im Laufe des Juni könnte es dann endlich länger anhaltendes sommerliches Wetter geben, so die Prognose und Hoffnung des Experten.

Nicht ungewöhnlich

Dass der Mai auch kühler sein kann, ist allerdings kein ganz ungewöhnliches Phänomen, wie ein Blick von Lang in seine Daten belegt: So war etwa der Mai 2019 einer der zehn kältesten der Messgeschichte und auch jener im Jahr 2016 sei überdurchschnittlich kalt ausgefallen. „Eigentlich ist der Mai schon ein Frühlingsmonat, ein Wonnemonat, aber alle drei bis vier Jahre ist er auch zu kalt“, erklärt der Fachmann.

Im Februar hatte es heuer schon teilweise um die 20 Grad.      <span class="copyright">Hartinger</span>
Im Februar hatte es heuer schon teilweise um die 20 Grad. Hartinger

Der heurige Mai war bis dato aber nicht nur zu kalt, sondern auch zu nass. Aktuell liege die Niederschlagsmenge rund 25 Prozent über dem Soll, sagt Lang. Wobei da bis Ende des Monats noch einiges dazukommen dürfte. Allerdings ist nicht nur der aktuelle Monat recht nass. Ein Blick auf das bisherige Jahr zeigt ein ähnliches Bild, wobei es teilweise auch schon längere Trockenphasen gab. Aber „bis jetzt ist es ein recht nasses Jahr“, sagt der Experte, „und der Mai bestätigt das“.

Noch nichts verloren

Während der Frühling gesamt gesehen heuer definitiv zu kalt ausfallen dürfte, ist in Hinblick auf den Sommer noch nichts verloren: Der beginnt meteorologisch ja erst am 1. Juni, astronomisch sogar erst am 21. Juni. Es kann also durchaus noch ein Sommer werden, der das Pendel wieder in Richtung Hitze ausschlagen lässt.

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