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„Seebühne soll voll besetzt sein“

25.05.2021 • 20:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Stiplovsek

Geht es nach LH Wallner könnten am 1. Juli die Beschränkungen fallen.

Auf Bundesebene wird medienwirksam diskutiert, wann denn nun weitere Öffnungsschritte folgen sollen. Während der Bundeskanzler Sebastian Kurz von 17. Juni spricht, kann sich der Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein eine weitere Öffnung bereits eine Woche zuvor vorstellen.
„Am 16. Juni läuft die aktuelle Verordnung aus, daher würde es Sinn machen, ab dem 17. Mai weitere Schritte zu setzen. Sollte es früher möglich sein, ist das auch in meinem Sinne“, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner am Dienstag im Pressefoyer.
Allerdings fordert der Vorarlberger Regierungschef Klarheit über die Maßnahmen und einen Stufenplan, wie die Öffnungen konkret aussehen werden. Noch diese Woche folgen Treffen der Regierungsspitze mit den Sozialpartnern, den Experten und den Landeshauptleuten. Am Freitag soll dann ein Fahrplan feststehen, wie es denn nun tatsächlich weitergeht. „Das Hin- und Her in der Regierung hilft niemanden. Klarheit und Ordnung sind notwendig. Die Bevölkerung braucht eine Perspektive“, findet Wallner klare Worte.

Wallner setzt sich für weitere Lockerungen in Handel und Gastro ein. <span class="copyright">Serra</span>
Wallner setzt sich für weitere Lockerungen in Handel und Gastro ein. Serra

Klare Lockerungen

Immer in Anbetracht der positiven Entwicklung und des Rückgangs der Infektionszahlen kann sich der Vorarlberger Landeshauptmann große Öffnungsschritte vorstellen. So möchte Wallner Lockerungen in der Gastronomie vorantreiben. Das betrifft nicht nur die Abstandsregelung und die Personenbeschränkungen an einem Tisch, sondern auch das Personal. Er könnte sich vorstellen, dass die FFP2-Maskenpflicht für Kellner fällt und auf Mund-Nasenschutz gesetzt wird. Gleiches sieht Wallner für das Personal im Einzelhandel vor. Weiter hält der Vorarlberger die 20-Quadratmeter-Pflicht im Vereinswesen nicht für sinnvoll. Chören und Musikkapellen, aber auch Sportvereinen würde so die Möglichkeit zu Proben genommen werden.
Zu guter Letzt fordert Wallner die Abschaffung des Einreiseformulars. Diese soll zukünftig nur noch für Flugreisen notwendig werden. „Wir brauchen kein Einreiseformular mehr. Es ist eine Behinderung im grenznahmen Bodenseeraum und für den Pendler“, sagt der Landeshauptmann.

Vollbesetzung

Auf Basis der 3G-Regel – genesen, geimpft oder getestet – und immer mit Blick auf die Inzidenzahlen, plädiert der ÖVP-Politiker auch für das Fallen sämtlicher Beschränkungen, wie es auch schon Gesundheitsminister Mückstein ins Rennen geworfen hatte.
„Die Bregenzer Festspiele werden heuer stattfinden und wir wollen eine Vollbesetzung der Außenbühne. Warum soll dies mit der 3G-Regelung nicht möglich sein. Geht es nach mir, wird die Seebühne im Sommer nicht halbvoll, sondern ganzvoll sein“, erklärt Wallner. Treiber für die Öffnungen ist laut dem Landeshauptmann der Impffortschritt, der sich bereits jetzt in aller Deutlichkeit bemerkbar mache.