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Zwei Hasen geklaut und massakriert

27.05.2021 • 19:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Burschen haben zwei Hasen aufs Grausamste gequält.  <span class="copyright">Symbolbild apa</span>
Die Burschen haben zwei Hasen aufs Grausamste gequält. Symbolbild apa

17-Jähriger und zwei 19-Jährige wurden wegen Tierquälerei verurteilt.

“Etwas derart Rücksichtsloses und Gefühlloses habe ich selten erlebt“, sagte Richter Richard Gschwenter. Der Strafrichter führte am Donnerstag in der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch die vom 19-jährigen Erstangeklagten aufgenommenen und auf Snapchat veröffentlichten Videos von der Tierquälerei vor. Darauf ist zu sehen, wie zwei Angeklagte am 1. Februar in Schruns zwei gestohlene Hasen massakriert haben. Der 17-jährige Zweitangeklagte und der 19-jährige Drittangeklagte haben die Hasen geschlagen, getreten, herumgeschleudert, mit einem Messer geschnitten und gestochen und so brutal getötet.

Geld- und bedingte Haftstrafen

Wegen Tierquälerei und anderer Delikte wurden die geständigen und unbescholtenen Angeklagten aus dem Bezirk Bludenz jeweils zu einer unbedingten, zu bezahlenden Geldstrafe von 1000 Euro (250 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt. Zudem wurden über sie bedingte, nicht zu verbüßende Haftstrafen verhängt: je vier Monate für die beiden Arbeitslosen im Alter von 19 und 17 Jahren, fünf Monate für den 19-jährigen Schüler. Das Trio muss Bewährungshilfe in Anspruch nehmen. Die Urteile sind rechtskräftig. Die möglichen Höchststrafen für die jungen Erwachsenen wären drei Jahre Gefängnis gewesen und für den Jugendlichen eineinhalb Jahre Haft.

Weitere Straftaten

Schuldig gesprochen wurden die Angeklagten dann auch wegen Diebstahls, Einbruchsdiebstahl und schwerer Sachbeschädigung. Sie haben Fahrräder und Scooter gestohlen sowie Straßenlaternen, Schneestangen und Parkbänke beschädigt. Der Schuldspruch gegen den 19-jährigen Erstangeklagten erfolgte auch wegen des Besitzes eines Kinderpornofotos.

Selbst Verteidiger Thomas Raneburger sage, ihm würden angesichts der Brutalität bei der Tierquälerei die Worte fehlen. Seine drei Mandanten gaben zu Protokoll, sie könnten nicht erklären, warum sie die Hasen qualvoll umgebracht haben. Zwei der Angeklagten befinden sich inzwischen in psychiatrischer Behandlung.

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