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Zahl der Arbeitslosen sinkt deutlich

01.06.2021 • 19:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bernhard Bereuter freut sich über die steigende Zahl der Beschäftigten.<br><span class="copyright">Sams</span>
Bernhard Bereuter freut sich über die steigende Zahl der Beschäftigten.
Sams

In Vorarlberg haben die Öffnungsschritte zu Beschäftigung geführt.

Die Modellregion und die verfrühten Öffnungsschritte machen sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Wie das AMS Vorarlberg bestätigt, ging die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurück.
„Mit 11.518 Arbeitslosen in Vorarlberg ist die Zahl seit Jahresbeginn deutlich zurückgegangen“, freut sich Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter über die aktuellen Entwicklungen. „Anfang Jänner 2021 lag die Zahl der Arbeitslosen noch bei 15.695 und damit 4177 über dem aktuellen Bestand“, informiert er.

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AMS Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter SAMS

Öffnungseffekt

Bereuter erhofft sich einen weiteren Push-Effekt durch die zusätzlichen Öffnungsschritte, die ab 10. Juni in Kraft treten werden. „Aufgrund der geplanten Öffnungsschritte rechnen wir mit einem weiteren Rückgang in den kommenden Wochen und hoffen, dass wir uns weiter dem Vorkrisenniveau annähern“, erklärt der AMS-Landesgeschäftsführer. Dorthin ist es allerdings noch ein weiter Weg, denn zum derzeitigen Zeitpunkt liegt man noch 2000 Personen darunter. „Die Richtung stimmt, aber wir sind noch nicht über dem Berg“, sagte auch Wirtschaftslandesrat Marco Tittler.

Die Zahl der Schulungsteilnehmer legte im Vergleich zum Vorjahr um 65,2 Prozent auf 2453 Personen zu. Die Zahl der sofort verfügbaren Stellen stieg um 34,7 Prozent auf über 4000.

Bei den Jugendlichen unter 25 Jahren wurde mit 14,4 Prozent der größte Rückgang im Vergleich zum Vormonat verzeichnet. Auch auf dem Lehrstellenmarkt verbesserte sich die Lage spürbar. 244 Lehrstellensuchenden (Rückgang von 218 oder 47,2 Prozent) standen 379 offene Lehrstellen gegenüber (Zuwachs von 141 oder 59,2 Prozent). Zuwächse an offenen Stellen gab es in den Fremdenverkehrsberufen (+257), den Metall- und Elektroberufen (+190) sowie den Handelsberufen (+142).

Österreichweiter Rückgang

Österreichweit zeichnet sich ein ähnlicher Trend wie in Vorarlberg ab. Mit 392.360 arbeitslos gemeldeten beziehungsweise in Schulung befindlichen Personen wurde Ende Mai die 400.000-er Grenze unterschritten. Am Höchststand der Coronapandemie, im April 2020, waren fast 600.000 Menschen auf Arbeitssuche. Doch verglichen mit dem Stand von 2019, also vor der Krise, waren im Mai noch rund 49.000 Personen mehr auf Jobsuche als damals. Im Jänner 2021 waren es allerdings noch um rund 110.000 Personen mehr als 2019.
Rund 44 Prozent der arbeitslosen Personen im Jahr 2020 waren Pflichtschulabsolventen, knapp 31 Prozent verfügten über einen Lehrabschluss. Rund sechs Prozent der Arbeitslosen im vergangenen Jahr waren Absolventen einer Universität, Hochschule oder pädagogischen Hochschule, wie aus einer aktuellen Spezialauswertung des AMS hervorgeht. Das Arbeitslosigkeitsrisiko für Personen, die nicht mehr als einen Pflichtschulabschluss haben, unterscheidet sich deutlich nach Bundesländern. Am gerings­ten war die Arbeitslosenrate für Pflichtschulabsolventen im vergangenen Jahr in Vorarlberg mit 18,2 Prozent und am höchsten in Wien mit 38,2 Prozent.

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