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Kroatien: Strenge Grenz-Kontrollen

02.06.2021 • 13:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
An der Grenze von Slowenien nach Kroatien muss man das ausgefüllte Reiseformular inklusive 3G-Nachweis hinter der Windschutzweise mitführen
An der Grenze von Slowenien nach Kroatien muss man das ausgefüllte Reiseformular inklusive 3G-Nachweis hinter der Windschutzweise mitführen Hermann Sobe

Kärntner berichtet von strengen Kontrollen und einem ruhigen Istrien.

Jetzt, da die Quarantänepflicht bei einer Rückreise aus Kroatien gefallen ist, zieht es immer mehr Kärntner und Steirer an die Adria. So auch den Fotografen Hermann Sobe. Er berichtet von den Hürden bei der Anreise und warnt Urlauber davor, sich nicht genau darauf vorzubereiten: “Die Einreise in Slowenien war problemlos. Aber an der kroatischen Grenze wurden wir streng kontrolliert. Ich glaube nicht, dass ich ohne Registrierungsformular und negativen Test einreisen hätte können.” Und das trotz Corona-Impfung: “Denn in Kroatien muss man bereits die zweite Impfung erhalten haben, damit das gilt.” Die Details zu den in Kroatien geforderten Mindestabständen zu den unterschiedlichen Impfungen findet man auf der Homepage des Außenministeriums.

Vor der Abreise müssen alle Reisenden – auch Kinder ab zwölf Jahren – einen Test machen und das negative Ergebnis ins Einreiseformular, das auf “Enter Croatia” zu finden ist, eingeben. “Man füllt dieses Formular aus und fügt dort das Testzertifikat ein, dann muss man ein paar Minuten warten, bis man eine Bestätigung per E-Mail erhält”, erklärt Sobe. Das Formular ist dann im Fahrzeug sichtbar hinter der Windschutzscheibe zu platzieren.

In Istrien selbst sei es noch erstaunlich ruhig, berichtet der Kärntner: “Als wir angekommen sind, war bei unserer Unterkunft nicht einmal der Rasen gemäht. Man hat nicht das Gefühl, dass man sich hier schon auf Touristen eingestellt hat.” Außerdem müsse man beachten, dass derzeit noch etwa 70 Prozent der Lokale und Geschäfte geschlossen seien: “Viele sagen, dass sie vor dem 20. Juni gar nicht aufsperren.” Vereinzelt finde man aber geöffnete Gasthäuser und Cafés – und auch die Supermärkte seien selbstverständlich offen.

In den touristischen Anlagen in Kroatien, wie hier im Stella Maris Resort in Umag, ist es noch ruhig. Schön langsam trudeln die Urlauber ein, Istrien, Adria, Meer, Strand
In den touristischen Anlagen in Kroatien, wie hier im Stella Maris Resort in Umag, ist es noch ruhig. Schön langsam trudeln die Urlauber einFotograf

Kontrollen bei Rückreise

Vorbereiten müsse man sich auch auf die Rückreise. Denn da werde man an der slowenischen Grenze sehr wohl kontrolliert, berichtet ein Einheimischer: “Da muss man dann einen negativen Test vorweisen.” Oder man kann beweisen, dass man durch Slowenien nur durchreist und muss das Land dann binnen zwölf Stunden verlassen. Eine weitere Kontrolle erwartet einen dann an der Grenze zu Österreich. “Die österreichische Polizei kontrolliert da stichprobenartig Reisepass oder Personalausweis. Das Bundesheer kontrolliert die Corona-Nachweise”, erklärt der Slowene, der berufsmäßig regelmäßig nach Österreich pendelt. Wer noch vor der Rückreise in Kroatien einen Corona-Test machen muss oder möchte, sollte sich am besten bei den Mitarbeitern seiner Unterkunft erkundigen, wo das möglich ist und wieviel das kostet, sagt Sobe.

Für die Einreise nach Österreich muss man sich dann auf einem Online-Formular registrieren und dieses bei der Einreise vorweisen. Außerdem ist ein 3G-Nachweis bei Erwachsenen und Kindern ab zehn Jahren (ab 1. Juli ab zwölf Jahren) Pflicht. Kann man diesen zum Zeitpunkt der Einreise nicht vorlegen, muss das binnen 24 Stunden nachgeholt werden.