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Lebensgefährtin drei Mal verletzt

02.06.2021 • 19:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Prozess am Landesgericht Feldkirch endete mit einem Schuldspruch wegen Körperverletzung. <span class="copyright">Symbolbild Hartinger</span>
Der Prozess am Landesgericht Feldkirch endete mit einem Schuldspruch wegen Körperverletzung. Symbolbild Hartinger

Richter nahm keine fortgesetzte Gewaltausübung an. Geldstrafe.

Der Dornbirner hat seine damalige Lebensgefährtin nach den gerichtlichen Feststellungen im Jahr 2019 bei drei Vorfällen jeweils leicht verletzt. Das trug dem 34-jährigen Angeklagten bei der Hauptverhandlung am Landesgericht Feldkirch einen Schuldspruch wegen Körperverletzung in drei Fällen ein. Dafür wurde der unbescholtene Arbeitslose zu einer Geldstrafe von 480 Euro (120 Tagessätze zu je vier Euro) verurteilt. Als Teilschmerzengeld hat er seiner ehemaligen Lebensgefährtin 300 Euro zukommen zu lassen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die mögliche Höchststrafe wäre ein Jahr Gefängnis oder eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen gewesen.

Finger ins Auge gedrückt

Nach Ansicht von Richter Christoph Stadler hat der Angeklagte im Juli 2019 in seiner Wohnung seine Freundin derart heftig aufs Sofa gestoßen, dass sie sich am Meniskus verletzte. Im August 2019 hat er sie laut Urteil bei einer Bushaltestelle gegen die Glaswand gestoßen, sodass sie an der Lippe verletzt wurde. Und im September 2019 hat der junge Mann seine Partnerin nach Überzeugung des Strafrichters zu Boden geworfen und ihr dann einen Finger in ein Auge und in den Mund gedrückt. Von der angeklagten fortgesetzten Gewaltausübung über einen längeren Zeitraum mit einer Strafdrohung von bis zu drei Jahren Haft ging der Richter aber nicht aus. Für ihn war nicht erwiesen, dass der Angeklagte gegen seine Lebensgefährtin zwischen Dezember 2018 und September 2019 alle vier Wochen gewalttätig geworden ist. Die drei festgestellten Taten in einem Zeitraum von drei Monaten würden das Tatbild nicht erfüllen, sagte Stadler in seiner Urteilsbegründung. Der Angeklagte sagte, er sei nicht schuldig. Verteidiger David Rosenberger beantragte einen Freispruch. Denn sein Mandant habe sich lediglich gegen Angriffe seiner Lebensgefährtin gewehrt. Die junge Frau sei hysterisch und aggressiv gewesen.