Allgemein

Burgenland: Soldat bei Schießunfall verletzt

02.06.2021 • 10:27 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
FLUeCHTLINGE: MOBILMACHUNG DES OeSTERREICHISCHEN BUNDESHEERES
FLUeCHTLINGE: MOBILMACHUNG DES OeSTERREICHISCHEN BUNDESHEERES APA/ERWIN SCHERIAU

Militärkommando werde eine Untersuchungskommission einsetzen.

Ein Soldat hat am Mittwoch gegen 7.45 Uhr einen Kameraden durch eine Schussabgabe mit der Pistole 80 schwer verletzt. Beide Männer, Milizsoldaten, stammen aus Wien und befanden sich zur Überwachung der Staatsgrenze im Assistenzeinsatz im Raum Nickelsdorf beim Nova-Rock-Festival-Gelände auf einem Hochstand. Laut Aussendung des Bundesheeres ging man von einem „Schießunfall“ aus.

Der 19-jährige Soldat dürfte im Brust- bzw. Bauchbereich getroffen worden sein, sagte Bundesheer-Sprecher Michael Bauer gegenüber der APA. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber in ein Wiener Spital geflogen. Über seinen Gesundheitszustand war laut Bundesheer zunächst nichts Genaueres bekannt, man gehe aber von schweren Verletzungen aus.

Die näheren Umstände waren am Mittwochvormittag noch unklar. Das Militärkommando Burgenland werde eine Untersuchungskommission einsetzen, die den genauen Unfallhergang klären soll. Auch die Ursache werde von der Kommission ermittelt. Für etwaige strafrechtliche Tatbestände sei hingegen die Polizei zuständig, hieß es.

Die Vorgesetzten der beiden Soldaten, der Zugskommandant und sein Stellvertreter, waren als Erste am Unfallort und leisteten Erste Hilfe. Der 20-jährige Schütze wird laut Bundesheer psychologisch betreut.

Die beiden Milizsoldaten sind seit 28. April im Assistenzeinsatz zur Überwachung der Staatsgrenze eingesetzt. Die Pistole befindet sich dabei im „halbgeladenen“ Zustand, betonte das Bundesheer. Ein volles Magazin ist zwar angesteckt, es befindet sich aber keine Patrone im Laderaum. Um einen Schuss abzugeben, müsse die Waffe deshalb vorher geladen werden.

Das Bundesheer „bedauert den Vorfall“. In den vergangenen Jahren seien derartige Schießunfälle kaum vorgekommen. Prinzipiell seien solche Vorfälle „Gott sei Dank selten“, sagte Bauer.