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Pläne für Rotes Haus liegen auf dem Tisch

10.06.2021 • 20:00 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der Herren-Salon ist eingezogen, das Ladenlokal wird zur Bar.<span class="copyright">Klaus Hartinger</span>
Der Herren-Salon ist eingezogen, das Ladenlokal wird zur Bar.Klaus Hartinger

Bar soll ins Souterrain des Roten Hauses in Dornbirn einziehen.

Noch ist das Souterrain des Roten Hauses am Dornbirner Markplatz mit unschönen Bauzäunen abgesperrt. Seit mehr als einem Jahr steht das Ladenlokal leer beziehungsweise wurde darin gewerkelt. Nun liegen die Pläne für das Objekt auf dem Tisch. Genauer: Es wurde eine Genehmigung für einen Gastronomiebetrieb beantragt. Antragsteller ist in diesem Fall Miteigentümer Constantin Amann. Um es vorweg zu nehmen, verpachtet werden sollen die Räumlichkeiten nicht.

Laut Antrag soll der Gastronomiebetrieb in den Räumlichkeiten des ehemaligen Café Amann eingerichtet werden. Es sollen 30 Sitzplätze im Lokal­innern und 50 im Gastgarten zur Verfügung stehen. Es wird keine Küche installiert, das Lokalinnere soll beschallt werden, der Gastgarten hingegen nicht. Die beantragten Öffnungszeiten von 8.30 Uhr bis 2 Uhr lassen auf einen Barbetrieb schließen. Das bestätigt Amann auf Nachfrage.

Verhandlung

Vergangenen Mittwoch war die Augenscheinverhandlung, jetzt wartet Amann auf die notwendigen Bescheide, um mit der Fertigstellung des Etablissements starten zu dürfen. Einen Öffnungstermin gibt es dennoch nicht. „Dieser Prozess kann bis zu sechs Wochen dauern. Dazu kommt das Problem, dass im Moment enorm viel gebaut wird und Handwerker über Monate hinaus ausgebucht sind“, erläutert Amann. Aus diesen Gründen könne er keinen Eröffnungstermin bekanntgeben. Es sei sogar fraglich, ob eine Eröffnung überhaupt in diesem Jahr noch möglich sei.

In jedem Fall soll diese Einheit im Roten Haus nicht verpachtet werden. „Da wir selbst zwar eine genaue Vision haben was das Lokal bieten soll, aber keine geübten Gastronomen sind, werden wir einen Geschäftsführer einsetzen“, kündigt Amann an. Wer das sein wird, ist noch nicht entschieden.
2015 übernahm die dritte Generation (Marc Hoffenscher, Constantin Amann und Claudia Massler) der Eigentümerfamilie das Rote Haus. Vergangenes Jahr trennte sich das Trio wegen geplanten baulichen Maßnahmen von zwei Pächtern – Amann Cafe und Herrenfriseur Zanetti.

Bauliche Maßnahmen

Das komplette Erdgeschoss sollte baulich auf Vordermann gebracht, alle Räume „rückgeführt“ werden. Angepasst an das Rote Haus. Zum damaligen Zeitpunkt war laut Amann nichts authentisch. Im Restaurant im oberen Stockwerk ging währenddessen alles seinen gewohnten Gang. Dieser Bereich ist ohnehin denkmalgeschützt und war nicht von den Baumaßnahmen betroffen.
Im Gegensatz zum ehemaligen Café Amann gab es für die Friseur-Räumlichkeiten rasch einen Plan. Christoph Tomann ist mit einem klassischen Herren-Salon eingezogen.

Tradition verpflichtet

Vor mehr als 50 Jahren hatten Amanns Großeltern das Rote Haus gekauft. Damals drohte der Abriss. In den 1950er-Jahren sollte der Stadtkern modern aussehen. Der Bau passte nicht ins Konzept. Amanns Großeltern hatten das Haus gekauft und in Eigenregie und Eigenfinanzierung gerettet.